Zementwerk Lauffen
Elektrizitätswerk Heilbronn / Zement und Strom
DM350
Preisliste
Das Unternehmen hat einen Doppelnamen: Zementwerk Lauffen – Elektrizitätswerk Heilbronn
Gründungsjahr war 1888. Damals hiess es: „Wuerttembergisches Portland-Cement-Werk zu Lauffen am
Neckar“.
Erst ca. 100 Jahre später – 1980 – wurde es umbenannt in „ZEAG Zementwerk Lauffen –
Elektrizitätswerk Heilbronn“
Wie der Name sagt, produziert die Firma zwei Produkte: Zement und Strom. Während der
Zement in alle Welt exportiert wird, wird der Strom für Heilbronn, Lauffen, Kirchheim und
Neckarwestheim erzeugt – und natürlich zur Zementherstellung.
10 % des Stromes kommen aus Wasserkraft, 25 % werden dazugekauft und 65 % werden in den
Kernkraftwerken Obrigheim und Neckarwestheim erzeugt.
Die Produktion von Zement betrug 2002 ca. 240 000 t.
Strom und Zement werden von 220 Mitarbeitern erzeugt.
Die Geschichte in kurzen Worten
1888
Am 9.12. erfolgte die Gründung mit einem Kapital von 1.5 Mill RM.
1890
Vertrag mit der Stadt Heilbronn über eine Stromlieferung für 50 Jahre.
1891
Ab jetzt wird auch Zement hergestellt.
Dieses Jahr war das brühmte Jahr der Wechselstromerzeugung. Die Übertragung von Drehstrom
zur Frankfurter Messe am 25. August.
(nähere Infos hier)
1892
Nach dem Durchbruch des Wechselstroms wird Heilbronn mit dieser Stromart versorgt.
1896
Das Dampfkraftwerk Heilbronn Badstrasse nimmt den Betrieb auf
1909
Durch den Kauf eines grossen Steinbruchs in Neckarwestheim, kann die Zementerzeugung
beträchtlich gesteigert werden.
1922
Die Stadt Heilbronn besitzt die Aktienmerheit
1929
Das Wasserkraftwerk Horkheim liefert Strom
1944
Am 4.12 zerstören amerikanische und britische Bomber einen Grossteils Heilbronn und
töten Hunderte von Menschen. Auch die Stromerzeugung wird zerstört.
1956
Das wiedererbaute Neckar-KW liefert wieder Strom
1968
Das Kernkraftwerk Obrigheim liefert Strom; Die ZEAG ist mit 1.7 % beteiligt.
1973
Die „Heidelberger Zement“ kauft heimlich Aktien der ZEAG und verfügt
nun über 25 %.
1976
Das Kernkraftwerk Neckarwestheim gaht ans Netz. ZEAG hat einen Anteil von 3.2 %.
1986
Die ZEAG steigt ins Gasgeschäft ein: 50 % an der „Gasversorgung Unterland“
1989
Der Block 2 des Kernkraftwerkes Neckarwestheim liefert Strom: Anteil der ZEAG ist 2.8 %
1993
Die Stadt Heilbronn unterschreibt einen neuen Stromlieferungsvertrag über die
nächsten 20 Jahre.
2002
Die EnbW (Energie Baden-Württemberg) kauft die ZEAG.
2003
Die ersten Zementwerke werden verpachtet