Xerox

ohne Kopieren geht nichts mehr

Chestor Carlson hatte das Kopierverfahren ohne Kohlepapier erfunden und am 22. Oktober 1938 vorgestellt.

Die meisten Firmen hatten kein Interesse an seiner Erfindung, Kohlepapier reichte aus. 1944 verbesserte Carlson zusammen mit dem Batelle Memorial Institute in Columbus/Ohio das Kopierverfahren. Die 1906 in Rochester/N.Y. gegründete „Haloid Co.“ kaufte das Patent für die „Elektrophotographie“. Ein zu schweres Wort, es wurde deshalb umgewandelt in „Xerography“ (griechisch für „trocken“ und „schreiben“). „Haloid“ liess sich 1948 das Wort „Xerox“ patentieren und nannte sich 1958 „Haloid Xerox Inc.“ und 1961 „Xerox Corp.“.

Auf dem amerikanischen Kontinent ist die Firma als „Xerox Corp.“ tätig, in Europa heisst sie „Rank Xerox Ltd.“ und im Pazifikraum „Fuji Xerox“.

dominierte Xerox den Kopierermarkt. Danch überschwemmten die Japaner den Markt mit preiswerteren Produkten. Das Management von Xerox glaubte: billiger Preis = billiges Produkt. Und reagierte nicht auf die japanische Offensive.

Aber die Produkte der japanischen Firmen „Ricoh“ und „Canon“ waren sehr gut.

Während Xerox ausserdem noch spezielles Papier zum Kopieren benötigte, konnte die Konkurrenz bereits auf normales Papier Kopieren.

1978 kontrollierten die Japaner bereits 25% des Marktes.

Stärken“ von Xerox gegenüber den Wettbewerbern: Der Name „Xerox“ ist weltbekannt, die Firma war der Pionier im Kopiergeschäft und die Produkte haben gute Qualität.

Aber es gibt auch beträchtliche Schwächen: sehr hohe Kosten und ein geringes Finanzpolster, grosser Wettbewerb durch preiswerte Produkte mit hoher Qualität. Ausserdem wurde der heimische USA Markt, der früher fast abgeschottet war, durch die GATT Verträge nun auch für ausländische Unternehmen interessant.

Inzwischen hat Xerox wieder Erfolg – durch ein gewaltiges Qualitätssteigerungsprogramm (Kosten hierfür 125 Millionen $) und durch motivierte Mitarbeiter, die für die Qualität der hergestellten Produkte selbst verantwortlich sind.

Im Jahre 2001 machte Xerox 17 Milliarden $ Umsatz, davon 10 Milliarden $ in den USA, 5 Milliarden $ in Europa. Der Verlust betrug 71 Millionen $. 72 400 Mitarbeiter beschäftigt Xerox, davon 42 000 in den USA. Das Hauptquartier ist in In den letzten Jahren wurde Xerox immer unbedeutender.

Rangfolge unter den 500 grössten USA-Firmen Die Geschichte der Firma Die Firma „The Haloid Co.“ wird in Rochester/N.Y. gegründet. Die Firma produziert und verkauft Im gleichen Jahr wird am 8. Februar Charles Carlson als einziger Sohn eines Wanderfriseurs in Seattle/Wash. geboren.

„Haloid“ kauft die Firma „Rectigraph In den Jahren zuvor hatte Carlson am California Institute of Technology zwei Jahre Physik studiert. Er war gerade fertig, als die Grosse Depression kam. Für 35 $ pro Woche wird er nach über 80 vergeblichen Bewerbungen von den „Bell Telephone Laboratories“ in New York eingestellt. Nach dem die Wirtschaft immer weiter in den Keller ging, verlor Carlson seinen Job bei Bell. Er fand aber danach eine Anstellung bei der Elektronikfirma „PR.

Mallory & Co.“. Carlson studierte Recht an einer Abendschule und leitete danach die Rechtsabteilung von „Mallory“. Da kam ihm die Idee eine bessere Kopiermöglichkeit zu finden.

Er gründete ein Labor und stellte den artbeitslosen deutschen Flüchtling Otto Kornei ein. Am 22. Oktober 1938 war es dann soweit, im Labor konnte die erste Kopie eines Blattes hergestellt werden: Der Schriftzug „10-22-38 ASTORIA“.

Das Modell „A“, der erste Xerograph Kopierer wird produziert. Der Erfolg war bescheiden, aber der Anfang war gemacht.

Die „Rank Xerox Ltd.“ wird durch Fusion der „Haloid Co.“ und der „Rank Organisation“ gegründet.

„Haloid“ wird „Haloid Xerox Inc.“.

„Haloid“ kauft alle Patente über die Xerographie von Battele Memorial Institute.

Der Xerox 914, der erste Normalpapier-Kopierer wird vorgestellt. Er kopiert 7.5 Seiten pro Diese Bildmontage zeigt 1960: eine Trommel des Kopierers 813, Namensschilder verschiedener Modelle, Pellet von Selen für den Kopierprozess, eine alte Verkaufbroschüre und den erste gefertigten Rechts das Patent für das Modell „914“: es konnte Papier bis Grösse 9 x 14 Zoll kopieren. Es wurde geschäzt, dass max. 5 000 Stk. in den nächsten 3 Jahren verkauft werden könnten. Aber es wurde das erfolgreichste Produkt von Xerox.

„Haloid Xerox Inc.“ ändert den Namen in „Xerox Corp.“. Am 11. Juni 1961 werden die Aktien an der Börse eingeführt. Der Aktienkurs: 104 $. Insgesamt werden an diesem Tage 7 700 Rechts: Der Geschäftsbericht von 1959; er zeigt die Zukunft der Firma mit dem „914“ Kopierer „Fuji Xerox Co.“ wird durch eine Joint Venture mit „Fuji Photo Film Co.“ gegründet.

Chester Carlson stirbt am 19. September.

Das Hauptquartier wird von Rochester/NY nach Der erste Xerox 2-Seiten Kopierer wird vorgestellt.

Er macht 60 Kopien pro Minute.

Xerox steigt in das Computergeschäft ein und gründet „Xerox Computer Services Inc.“.

Xerox PARC erfindet den ersten Prototyp des Personal Computers mit Mouse und graphischer Bedienoberfläche. Das Gerät wird unter den Namen „8010 Star“ vermarktet.

Der Verkauf und die Produktion von Mainframe Computern wird eingestellt.

Der welterste Laserdrucker wird vorgestellt:

Xerox-Kopierer können nun auch direkt an ein Ethernet-Netzwerk angeschlossen werden.

Farbkopierer werden produziert.

steigt in das Versicherungsgeschäft ein. Die Fa. „Crum and Forster“ wird Xerox verkauft die meisten seiner Niederlassungen an die „Genra Group“. Von 54 Geschäften, werden 43 verkauft.

Xerox steigt in das Bankengeschäft ein und gründet die „Xerox Financial Services Inc.“..

Die Herstellung und der Verkauf von Personal Computern wird eingestellt.

Der 2-millionste Xerox Kopierer wird Xerox will sich nun wieder verstärkt auf sein eigentliches Geschäft konzentrieren und verkauft die Versicherungs- und Bankengruppe.

Die Firma wird umstrukturiert und entlässt 10 % seiner Mitarbeiter.

Xerox stellt sich nun nicht mehr als Kopiererfirma vor, sondern als „Das Dokumenten Unternehmen“.

Das rote „X“ wird das Firmenlogo.

Um den Aktienkurs von Xerox zu stützen, kauft die Firma für 1 Milliarde $ Aktien am Markt.

Als letztes Überbleibsel der Versicherungsära verkauft Xerox die „Crum and Forster“.

Weitere 9 000 Mitarbeiter werden entlassen.

Auf Hawai werden 7 Mitarbeiter von Xerox in der Firma erschosssen.