Wintershall AG
Suchen, Fördern und Handel von Erdöl und Erdgas
weitere Wintershall-Aktien finden Sie AG“ ist eine 100%ige Tochter der Ludwigshafener „BASF“. In das Energiegeschäft stieg das Unternehmen ca. 1930 ein – heute ist es das grösste deutsche Unternehmen in dieser Branche.
= 8.6 Millionen t Öl und 6.1 Milliarden t Erdgas.
Beteiligungen sind: WINGAS (65% Wintershall, 35% russ. Gazprom) und WIEE (Wintershall Erdgas Handelshaus Zug). Die Firma verfügt über 2000 km Erdgasleitungen und beschäftigt ca. 1600 Mitarbeiter.
Die Geschichte der Der Firmenname setzt sich aus dem Namen des Gründers „Winter“ und den Salzlagerstätten „Hall“; z.B. Hallein, Bad Reichenhall. „Hall“ steht für Salz. Hauptgeschäftstätigkeit war die Förderung von Kalisalz.
Grimberg setzte aber auch auf Öl. Um Probleme, die beim Aufstellen des ersten Bohrturms entstanden zu beseitigen, wurde August Rostberg im Oktober 1898 eingestellt. Im Kalischacht „Vokenroda“ trat im Juni 1930 Öl aus. Durch den zunehmenden Motorrad- und Autoverkehr wurde die Gewinnung von Öl 1930 als neues Geschäftsfeld 1931 wurde durch „Wintershall“ in Nienhagen/Celle Öl gefunden und gleich im ersten Jahr 2.324t gefördert. Das Ölfeld bei Celle war ergiebig, daraufhin wurden die Erdölwerke Nienhagen gegründet. Bis 1945 erschloss „Wintershall“ neun deutsche „Wintershall“ liess die Bohrungen durch Partnerfirmen ausführen, erst 1936 wurden eigene Bohrgeräte angeschafft. Bis 1938 wurden insgesamt 27.400m gebohrt. Die Mitarbeiterzahl betrug 1933 ca. 4.900 und 1938 bereits ca. 13.300. 1938 feierte August Rostberg sein 40jähriges Jubiläum, inzwischen war er Mehrheitsaktionär und Generaldirektor. 1940 wurde einer der beiden Nienhagener 15.000 Kubikmeter Tanks durch einen Luftangriff beschädigt, auch die Erdölraffinerie Salzbergen wurde duch Bomben getroffen. Die Zentrale in Kassel wurde total zerstört.
Ein halbes Jahr nach Kriegsende konnte die Raffinerie und die Förderung wieder aufgenommen werden. Am 1.1.1946 wurden die Erdölwerke Emsland gegründet und 1950 die Emsland-Raffinerie gebaut und 1954 in Betrieb genommen. Die Raffinerie gehörte zu 65% der Wintershall und 35% der Gewerkschaft Elwerath/Hannover.
1951 wurde in der Grafschaft Bentheim das erste Erdgas entdeckt und 1955 betrug die Rohölförderung bereits wieder 1 Mio. t.
wurden bis ca. 1955 durch eigene Tochtergesellschaften vertrieben: Nitag, Mihag, Wiesöl, Aral, Wintershall Mineralöl GmbH. Die 650 Nitag-Tankstellen mussten auf Drängen der „Anglo-Iranian“ ihre Firmenfarben Grün-Gelb aufgeben, da diese von „Anglo-Iranian“ weltweit verwendet wurden. Allerdings besitzt das neue Wintershall-Logo diese Farben Die Farben der Tankstellen waren ein wichtiges Vertriebsmerkmal.
1952 kaufte „Wintershall“ die „Deutsche Gasolin AG“ und färbte die 3.500 Tankstellen Aral blauweiss.
Die „BASF“ übernahm die „Wintershall“ 1969 und die Salzwerke wurden an die „Kali und Salz AG“ verkauft.
starken Anstieg der Ölpreise begannen diese Mitte 1980 wieder zu fallen.
Um konkurrenzfähig zu bleiben, wurden ca. 200 Bohrungen stillgelegt, alle Bohrgeräte verkauft und kräftig Personal abgebaut.
Ab 1990 baute „Wintershall“ den Sektor Erdgas kräftig aus und übergab der Tochter „WINGAS“ die Kontrolle über das Erdgasleitungsnetz. Und Gas wurde von der russischen „Gazprom“ geliefert.
Seit 1958 fördert „Wintershall“ Öl in Libyen. Das Ölfeld wurde 1968 entdeckt. Das Öl lagert dort direkt unter einem Palmenhain und muss deshalb schräg angebohrt werden. Das Ölfeld liefert 10.000 Barrel pro Tag.
Der Erdgasspeicher REHDEN ist mit 4.2 Milliarden Kubikmetern der grösste in Deutschland (25% der gesamten deutschen Kapazität).
Ohne eine grosses Erdgasleitungsnetz kommt kein Erdgas nach Hause. Da das Erdgas aus der russ.
Tundra nicht auf Schiffen transportiert werden kann, müssen grosse Leitungsnetze verlegt werden. Jedes der verlegten Rohre wiegt ca. 11t, ist 11m lang und wird in einer Tiefe von 2,20m verlegt. Insgesamt muss die Baufläche 30m breit sein.
Die Rohre stammten sicherlich von Mannesmann in nahtlos-Technik Die erste für das rauhe Nordseewetter konstruierte Erdgasbohrinsel war die „Transocean 1“ mit 6 Beinen. Baujahr 1964. Gebaut wurde sie von der „Transocean Drilling Co.“ bei den Kieler Howaldtswerken für das speziell gegründete „Deutsche Nordsee-Konsortium“. Hieran war „Wintershall“ mit 10.5% beteiligt.
Die Geschichte der Die ersten seismischen Messungen finden vor der Nordseeküste statt, da Geologen hier Mit der Bohrung „Büsum Dogger I“ wird zwar ein Hinweis auf Ölvorkommen gefunden, aber eine wirtschaftliche Förderung lohnt sich nicht.
Bekräftigt durch den Ölpreisschock, wird verstärkt nach deutschen Ölquellen gesucht.
Konsortium legt dem Celler Bergamt ein Konzept für Probebohrungen vor – im August wird Erdöl gefunden. Die Bohrung musste bis 3000m vorgetrieben Durch weitere Bohrungen wird das Erdölvorkommen auf 75 Mill t geschätzt. Daraufhin wird untersucht, wie das Öl wirtschaftlich gefördert werden kann. Da sich das Fördergebiet mitten im Wattenmeer befindet, sieht man von einer herkömmlichen Förderplatform ab und entscheidet sich für eine durch Spundwände abgesicherte künstliche Sandinsel.
für die Ölgewinnung und den Transport wird eingereicht und im Dezember genehmigt. Umfangreiche Verhandlungen mit Fischerei und Umweltverbänden fanden statt.
Im Juni begannen die Bauarbeiten für die 70 x 95m grosse Sandinsel innerhalb einer Stahl- und Betonwanne. Durch das Gesetz „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ wird die Ölplattform der Schutzzone 3 zugeordnet, in der eine Ölförderung erlaubt wird.
Die Bohrinsel ist im Juli fertiggestellt und wird vom TÜV abgenommen.
Testförderung beginnt im Oktober, gleichzeitig werden die Sicherheits- und Umweltschutzprogramme auf ihre Praxistauglichkeit geeprüft.
Die ersten 200.000t Erdöl wurden bis Oktober gefördert – für die Umwelt und Sicherheit traten keine Probleme auf.
Die letzte der 6 genehmigten Pilotbohrungen wird erfogreich durchgeführt.
Die Pilotphase ist zu Ende. Für die Weiterführung der Bohrungen wurde eine neue Betriebsgenehmigung erteilt. Menge des bisher geförderten Rohöl = 1 Eine neue Bohrung – horizontal – wurde durchgeführt, weil waagerecht mehr Öl aus dem Gestein herauszuholen war.
genehmigen pro Tag 1.750t zu fördern.
Auch in der Nordsee fördert „Wintershall“ mit der Erdgasförderplatform A6-A Ein kurzer Überblick über Erdöl, Erdgas Wie entstanden beide?
Vor Millionen von Jahren sank abgestorbenes Plankton (Kleinorganismen, Bakterien und Algen der Meere) auf den Meeresboden und vermischte sich dort mit organischen Schlämmen der Flüsse. Wurde dabei die Sauerstoffzufuhr unterbunden, d.h. es konnte keine Zersetzung stattfinden, entstand das öl- und gashaltige Muttergestein.
Durch weitere Ablagerung von z.T. mehrere 1000m dicken Sedimenten erhöhte sich der Druck auf das Muttergestein gewaltig. Dies führte zur Erhitzung des Muttergesteins. Bei 60 Grd. wurde dabei Erdöl, bei Erhitzung auf 150 Grd. Erdgas gebildet – dies aber nur in erdgeschichtlich langen Aus was bestehen Erdöl Rohöl ist das flüssige Kohlenwasserstoffgemisch, das direkt aus der Erde gewonnen wird.
Je nach der Anzahl der Kohlenwasserstoffe – Länge der Kohlenwasserstoffketten – spricht man von leichtem oder schwerem Erdöl.
Das Erdöl besteht aus ca. 85% Kohlenstoff, ca. 13% Wasserstoff, 1% Sauerstoff und geringe Mengen Schwefel.
Erdgas besteht aus 90% Methan und 10% Butan, Äthan und Propan.
Mehr als 30 Sorten werden angeboten. Die bekanntesten sind Brent und WTI (West Texas Intermediate). Die Nordseesorte „Brent“ wird an der Warenterminbörse London, die Sorte „WTI“ in New York und in Singapur „Tapis“ gehandelt. Die Opec bietet eine eigene Mischsorte aus 7 Rohölsorten (den Mitgliedsländern der Opec). Brent und WTI sind schwefelarme Öle.