Studebaker

Die Daten über die Studebakers sind detailiert bekannt. Sie stammen aus Solingen im Ruhrgebiet. Um 1700 entschlossen sie sich nach den USA auszuwandern. Als Mitglied einer Zunft war dies aber nicht so leicht möglich, denn die wollten das Wissen der Zunftmitglieder nicht an andere weitergeben. Sie mussten Solingen verlassen und für 5 Jahre in einer anderen Stadt leben und eine andere Tätigkeit aufnehmen. Sie taten das in Hagen. Danach ging es 1736 nach Georgetown/USA.

Dort wurden sie Farmer.

Eine ausgezeichnete englische Beschreibung über die Studebakers finden Sie hier bei John Clement Studebaker wurde am 8.2.1799 in Pennsylvania geboren. Er heiratete mit 21 Jahren und arbeitete als Schmied. Aber er hatte immer nur Schulden, da er vergaß für seine Arbeit Geld zu verlangen.

Als sehr religiöser Mensch leihte er auch Geld an andere – und verlangte es nie zurück.

Nach 5 Jahren musste er aufgeben und zog nach Ohio.

Dort passierte das gleiche und er zog um nach Indiana. Er gründete dort 1852 die Firma „H. & C. Studebaker“ und fertigte Siedlerwagen.

Nach dem Ende des Bürgerkrieges zogen viele Trecks nach Westen – und die Studebakers lieferten die Wagen hierzu. 1868 gründeten sie die Firma „Studebaker Brothers Manufacturing Co.“ und hatten bereits 160 Mitarbeiter.

Die Studebaker Firma zerstörte ein Feuer 2/3 der Fabrikanlagen.

Doch nach dem Aufbau wurde Studebaker zum größten Wagenhersteller.

Ab 1896 begannen die Studebakers „pferdelose Wagen“ herzustellen.

1902 kam der „Electric Runabout“ – das zweite hergestellte Vehicle kaufte Thomas Edison. Der Runabout brachte es auf 13 Meilen pro Stunde. Es waren 5 verschiedene Modelle lieferbar. Im ganzen Jahr wurden aber nur 20 dieser Autos verkauft.

Doch der Erfolg kam mit dem Bezinmotor. Zusammen mit der „The Garford Motor Co.“ fertigten sie die Autos.

Garford produzierte das Chassis und den Motor und Studebaker baute alles zusammen. Weil Gaford mit der Lieferung nicht nachkam, kaufte Studebaker „Tincher Motor Co.“, trennte sich aber bereits nach 1 Jahr wieder davon.

Im August 1908 gründeten Barney Everett, William Metzger und Walter Flanders eine Firma zur Automobilproduktion. Die Firma war ein Zusammenschluss von 7 kleinen Firmen.

Studebaker verkaufte deren Autos und hatte damit grossen Erfolg. Am 31.12.1910 kaufte er die „EMF“ und fusionierte sie zur „The Studebaker Corp.“. Das Produktionsprogramm wurde bereinigt. Elektrische Autos wurden nicht mehr hergestellt und „Garford“ wurde an „Willys-Overland“ verkauft. Bis 1911 wurden 22.555 Autos verkauft, der Umsatz betrug 28.480.000 $.

Während des Weltkrieges I lieferte Studebaker vorallem an die Briten: 3.000 Pferdekutschen, 20.000 Geschützwagen für 6-Pferdegespanne.

1919 wurde die Produktion von Pferdekutschen geschlossen und an die „The Kentucky Wagon Mfg Co.“ verkauft.

Bis 1920 wurden alle Studebaker Autos in der EMF-Fabrik in Detroit gebaut. 1920 wurde eine zweite Automobilfabrik in South Bend errichtet. Der gute Ruf von Studebaker wurde vorallem durch 6-Zylinder Autos erzielt. Die Autos hatten 60 PS und wurden als Sedan, Coupe und Limousine angeboten.

1926 wurde die EMF-Detroit Firma nach South Bend verlegt.

Die grosse Depression traf auch Studebaker. Deshalb ging man mit „White Motor Corp.“ – einem LKW-Hersteller – zusammen 14 Millionen $ sollte der Kauf kosten. Doch einige Aktionäre von „White“ legten sich quer. Durch die hohen Kredite zur Finanzierung des Kaufs hatte Studebaker so hohe Schulden, daß die Firma einen Treuhänder einsetzen musste. Die Treuhänder forcierten die Produktion, schlossen die „White Motors“ und die Treuhänderschaft konnte aufgehoben werden.

Mit dem „Champion“ wurde 1939 ein neues Auto produziert. 72.000 Stück wurden gebaut.

Im Weltkrieg II wurde auf Kriegsproduktion umgestellt und auch schwere LKW wurden produziert – so die „M“-Serie, die ab 1941 hergestellt wurde. Der Bau von PKW`s für zivile Zwecke wurde am 31.1.1942 gestoppt. Über 4.000 LKW wurden pro Monat gebaut – insgesamt 200.000 Stück.

Das Militärfahrzeug „Wiesel“ wurde ursprünglich zum Einsatz im Schnee konzipiert, aber auf Grund seiner hervorragenden Eigenschaften konnte das Fahrzeug überall eingesetzt Das erste Nachkriegsauto wurde der „42 Skyway Champion“. Insgesamt 10.000 Stück wurden gebaut. Viele neuen Autos von Studebaker waren so gestylt, daß es manchmal schwierig war zu erkennen, was hinten und was vorne war. 1947 betrug der Umsatz 268 Millionen $ und der Gewinn 9.1 Millionen Da der für die Karosse erforderliche Stahl schwer zu beschaffen war, kaufte Studebaker 1947 die „Empire Steel Corp.“.

Am 15.2.1952 wurde das 7.130.874te Auto gebaut.