Metzeler AG

die mit dem Elefanten

Weitere Metzeler-Aktien hier Der Designer für das Elefantenlogo wollte sicherlich nicht einen im Porzellanladen tobenden Elefanten darstellen, sondern die besonders zähen und robusten Produkte der Firma Metzeler darstellen. Am 6.März 1863 gründete Robert Friedrich Metzeler einen kaufmänischen Detailhandel. Sein Handel mit Gummiwaren brachte guten Gewinn ein und deshalb entschloss er sich die Gummiwaren selbst zu produzieren. Im Reich der Könige und Kaiser war natürlich ein Titel ganz wichtig. Sein Ruf war so gut, daß das bayerische Königshaus seiner Firma das begehrte Prädikat „königlich bayerischer Hoffabrikant für Gummi- und Gutaperschawaaren“ verlieh. Zuerst stellte Metzeler Gummireifen her, aber ab 1883 auch die Hülle von Freiluftballons, denn die versprachen ein neues Produktfeld – besonders auch für Militärs interessant.

Zur Pariser Weltausstellung 1878 lieferte Metzeler die Hülle für den grössten

Freiluftballon aller Zeiten. Die Hülle stellte Metzeler aus mehreren Schichten her:

Musselin, Kautschuk, Leinwand, vulkanisierter Kautschuk, Muselin. Auch der erste Ballon, der 1909 als erster von Deutschland nach England flog, war aus dem Nach 25 Jahren Ballonstoffherstellung, wandte sich Metzeler nun dem boomenten Automarkt zu. Der englische Tierarzt John Boyd Dunlop entwickelte 1888 die Vulkanisation von Naturkautschuk zur Herstellung von luftgefüllten Reifen.

Sein Reifen bestand aus dünnem luftundurchlässigem Gummischlauch in einer Hülle aus Leinwand und einem Fußballventil.

1892 erhielt Metzeler ein Patent für „Gummireifen mit gewölbeartigem Querschnitt und Lappen an den Enden für Fahrräder“.

Ab 1920 produzierte Metzeler den „Primator“, ein Motorradreifen. Damit begann dann das Unternehmen fast alle deutschen Motorräder auszurüsten.

Nach dem Weltkrieg II stieg ab 1950 die Firma Metzeler in den Freizeitboom ein.

Schlauchboote und Gummimatratzen wurden im Odenwalder Werk hergestellt.

Was Motorräder zum Laufen benötigen, war auch gut für die Schuhindustrie. Metzeler Gummisohlen -anstelle Ledersohlen – wurden weltbekannt.

Mitte 1980 wird aus der „Metzeler Kautschuk GmbH“ die „Metzeler GmbH“.

Einige interessante Zahlen:

– Marktführer im Bereich der Automobilkarosserie-Dichtungen in Europa und China – Führender Anbieter in USA – Über 10.000 Mitarbeiter in Europa, Amerika und Asien – Über 30 Werke weltweit – Über $ 900 Mio. Umsatz weltweit – Technologiezentren in Linda und Rockford, Tennessee/USA Ein paar Daten der Metzeler AG Unternehmensgründung durch Robert Friedrich Metzeler.

Erste Fabrik für Gummierzeugnisse Königlich bayrischer Hoffabrikant für Gummi- und Guttaperchawaaren Das Unternehmen wurde in eine oHG umgewandelt Metzeler wurde auch zum Wegbereiter der Luftfahrt. Eine Methode zur mehrschichtigen Gummierung von Leinen- und Baumwollgeweben, die für den Ballon-, Luftschiff- und Flugzeugbau bestimmt waren, wurden entwickelt Am 1.1. erfolgte die Umwandlung in eine AG Bis zum 10.03.1933 hieß die Firma „AG Metzeler & Co.“, danach „Metzeler Gummiwerke AG“.

Metzeler stellte den ersten brauchbaren Reifen aus dem neuen synthetischen Kautschuk Buna her Die „Bayer AG“ übernahm handstreichartig die drei Betriebsgesellschaften „Metzeler Kautschuk AG“ in München, „Metzeler Schaum GmbH“ in Memmingen sowie „Metzeler Isobau GmbH“ in Bad Wildungen und Mannheim Es folgte ein zerstörender Streit zwischen Altaktionären, der „Bayer AG“ und dem Bundeskartellamt. Daraufhin verschwand die „Metzeler AG“ aus den Börsenhandbüchern.

Umstrukturierung mit Ausgliederung der „Metzeler Automotive Profile Systems“ in Lindau (Marktführer bei Automobilkarosserie-Dichtungen) sowie Verlegung der Reifenproduktion vom Münchener Werk ins Werk Breuberg im Odenwald, wo fortan nur noch Motorradreifen hergestellt wurden.

Die „Metzeler Kautschuk GmbH“ wird von der Pirelli-Gruppe übernommen. Die Reifenproduktion wurde von der „Metzeler Reifen GmbH“ in München fortgeführt.