IWKA - Industriewerke Karlsruhe AG (nun: KUKA AG)

Karlsruhe-Augsburg AG (IWKA AG) waren ein Unternehmen der Maschinenbaubranche mit Sitz in Karlsruhe. Zur Holding gehörten die Geschäftsbereiche Automobil-, Roboter- und Verpackungstechnik sowie weiterer Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 1.613 Mio. Euro und hatte zum 30. September 2006 ca. 7.540 Mitarbeiter.

Die Urprünge des Unternehmens gehen zurück auf das Jahr 1872 als die „Patronenhülsenfabrik Henri Ehrmann & Cie.“ gegründet wurde.

Bereits 1889 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Von 1928 bis 1980 gehörte das Unternehmen der Familie Quandt, seither ist die AG in Streubesitz. In den ehemaligen Fabrikhallen der IWKA in Karlsruhe befindet sich seit 1997 das Zentrum für Kunst und Medientechnologie 2005 geriet die IWKA in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde verschiedentlich als Beispiel in der Debatte um den sogenannten Heuschreckenkapitalismus genannt und begann sich auf seine Kernbereiche zu konzentrieren. Der badische Maschinen- und Anlagenbauer IWKA steht exemplarisch für ein Unternehmen, das durch einen Streit in der Führungsetage langsam, stetig heruntergewirtschaftet wird. Nach dem Verkauf der Verpackungstechniksparte beschloss die Hauptversammlung am 16. Mai 2007 die Umbenennung der IWKA in KUKA AG und die Verlegung des Sitzes nach Die KUKA AG ist ein weltweit führenden Anbieter von Automationslösungen für die Automobilindustrie und weitere Produktionsbranchen. KUKA steht für Innovations- und Technologieführerschaft in Robotics & Systems und blickt auf eine über 100jährige Geschichte zurück. Die „KUKA AG“ ist 2007 auf 5 Kontinenten mit 5.700 Mitarbeitern in 70 Tochtergesellschaften aktiv.

Die Geschichte der IWKA Henri Ehrmann & Cie.“ wird gegründet, Ursprungsfirma der Holdinggesellschaft IWKA AG, Karlsruhe Das Unternehmen wird als Patronenhülsenfabrik gegründet Übernahme der Firma durch den Karlsruher Industriepionier Heinrich Wilhelm Lorenz Verkauf und Umwandlung des Unternehmens in eine AG mit Stammkapital von 6 Mio Mark Johann Josef Keller und Jakob Knappich gründen in Augsburg ein Acetylenwerk zur Produktion von kostengünstigen Haus- und Stadtbeleuchtungen. Aus den Anfangbuchstaben der Unternehmensbezeichnung „Keller und Knappich Augsburg“ wurde schließlich Herstellung von Verpackungsmaschinen, Kompensatoren und Metallschläuchen. Diese Produkte finden sich noch heute im Produktprogramm von IWKA Unternehmen Produktionsprogramms: Herstellung u. a. von Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Bau von Stufenpressen für die Blechumformung Unternehmens geht auf die Familie Quandt über (bis 1980) „Maschinen für Massenverpackungen GmbH“ Nach 1945 wurde schrittweise die Produktion geschlossen. BEKA – Berliner Karlsruhe Nähmaschinen. Haushaltsnähmaschinen, Industrienähmaschinen wurden an die Pfaff AG veräußert.

„Industrie-Werke Karlsruhe AG“ Fusion der zur Quandt-Gruppe gehörenden „KUKA GmbH“ und der „Industrie-Werke Karlsruhe AG“ zur „Industrie-Werke Karlsruhe Augsburg AG“, kurz „IWKA AG“ 1953 gegründeten Hassia Verpackungsmaschinen GmbH durch die IWKA Geschäftsfelder in rechtlich selbstständige Kapitalgesellschaften und Gründung einer geschäftsführenden Holdinggesellschaft.

Press- und Ziehteileproduktion wird zu Röchling nach Burbach Die „IWK Verpackungstechnik GmbH“ und die Regler- und Kompensatorenfertigung wurden nach Stutensee-Blankenloch auf das Gelände der ehemaligen „Singer AG Industrienähmaschinen“ verlegt. Das Land Badenwürttemberg unterstützte den Umzug mit 95 Millionen DM IWKA AG wird nach dem Ausstieg der Familie Quandt zu einer börsennotierten Publikumsgesellschaft im 100%igen Streubesitz Erwerb der Henschel Wehrtechnik GmbH, Kassel Bereiches Verpackungstechnik durch Akquisition der Firmen der BWI Gruppe IWKA wird durch die Übernahme des Geschäftsbereiche Verpackungstechnik der Jagenberg AG, Düsseldorf, zu einem der weltweit führenden Anbieter von Verpackungsmaschinen und -anlagen.

Im Gegenzug Verkauf der IWKA Wehrtechnik an den Rheinmetall-Konzern, Düsseldorf

2005: Das Unternehmen geriet in

wirtschaftliche Schwierigkeiten und wurde verschiedentlich als Beispiel für den sogenannten Heuschreckenkapitalismus genannt und begann sich auf seine Kernbereiche zu konzentrieren.

Der Amerikaner Guy Wyser-Pratte ist kein großer Investor im Vergleich etwa zu US-Investmentbanken, die teilweise zweistellige Milliardenbeträge verwalten. Nach Schätzungen verfügt seine Firma nur über einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag an Dollar. Trotzdem schafft er es, mit seiner Strategie für Unruhe zu sorgen. Er kauft Aktienpakete von angeschlagenen Firmen, meist um die fünf Prozent. Dann bringt er mit öffentlichkeitswirksamen Äußerungen Unruhe in den Aktionärskreis, bildet Koalitionen und setzt schließlich den Verkauf von Randsparten durch. Steigt der Kurs, verkauft er seine Anteile. Die IWKA gilt als gelungenes Engagement des Amerikaners.

Erst forderte Wyser-Pratte den Verkauf von Unternehmensbereichen, dann drängte er den Vorstandsvorsitzenden Hans Fahr zum Rücktritt. Mit ihm gingen auch Mitglieder des Aufsichtsrats.

Die Tochter Ex-Cell-O, die Maschinen für die Motorenproduktion liefert, soll als erste veräußert werden. Ihr mangelt es nach Einschätzung des Vorstands an der Fähigkeit, Großprojekte gewinnbringend abzuwickeln. Unter anderem Nachlaufkosten für Altprojekte und Belastungen aus nicht kostendeckenden Aufträgen summierten sich dort auf einen zweistelligen Millionenverlust

2007: Nach dem Verkauf

der Verpackungstechniksparte für 255 Mio € mit 400 Mio Euro Umsatz und 2.500 Mitarbeitern an den Berliner Finanzinvestor „Odewald & Compagnie“, beschloss die Hauptversammlung am 16. Mai die Umbenennung der IWKA in KUKA AG und die Verlegung des Sitzes nach Augsburg.

Die Arbeitnehmer wollten den Verkauf an den Finanzinvestor verhindern. Sie favorisierten den strategischen Investor „Coesia“, einen italienischen Konkurrenten von IWKA. Bei der Abstimmung aber fehlte der Arbeitnehmerseite eine Stimme. Der Vertreter der leitenden Angestellten stimmte gemeinsam mit der Kapitalseite für „Odewald & Compagnie“.

konzentriert sich nun ganz auf die Anlagen- und Robotertechnik, in deren Zentrum der Augsburger Roboterhersteller KUKA steht.

Der an die Investorengruppe Odewald & Cie. im März 2007 verkaufte Geschäftsbereiche Verpackungstechnik präsentiert sich seit 1. August 2007 als „Oystar. The Process & Packaging Group“ mit Sitz der Holding in Stutensee/Karlsruhe. Die Gruppe repräsentiert weltweit 16 produzierende Unternehmen mit 2.568 Mitarbeitern und mehrere Verkaufs- und Auftragseingang (Mio EUR) Auftragserlöse (Mio EUR) Investitionen (Mio EUR)