IBM
einst eine Weltmacht<br> (Teil 1: die Jahre 1889 bis 1950)
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Im Jahre 1889 gründet
Harlow Bundy die „Bundy Manufacturing Co.“. Es ist die erste Firma der Welt,
die Arbeitszeiterfassungsgeräte herstellt. Er benutzt eine Stempeluhr, die
sein Bruder Willard erfunden hatte. Die Uhr erzeugte einen Papierausdruck, wenn
der Mitarbeiter kam und ging. 1902 wurde die Firma von einer der
IBM-Gründungsfirmen geschluckt.
Im gleichen Jahr erhält Herman
Hollerith sein Patent auf die Lochkartenmaschine.
Bestell-Nr.: USA33
Preisliste
Ende des 19. Jhd. wanderten
Millionen Menschen nach den USA aus. Eine Volkszählung durchzuführen
hätte zu 10-Jahren Datenauswertung geführt. Die US
Einwanderungsbehörde kaufte die Rechenmaschine von Hollerith und konnte
die Auswertung in 2.5 Jahren durchführen und sparte 5 Millionen $ ein.
Darufhin formte Hollerith die „Tabulating Machine Co.“. Das Prinzip der
Maschine waren Lochkarten, deren Löcher durch elektrischen Strom erkannt
werden konnten.
1891
Edward Canby und Orange O.
Ozias gründen in Dayton/Ohio die „The Computing Scale Co.“. Die Firma
wertete Patente von Julius Pitrap aus. Damit konnte die Dicke, Grösse von
Wurstscheiben und Schinkenstücken genau vorgegeben werden.
1893
Die „Dey Patents Co.“ wird
gegründet. Sie stellt Geräte her, mit denen die Gesprächsdauer
von Telefonaten gemessen werden konnte. Umbenennung später in „Dey Time
Register Co.“.
1896
Hollerith gründet die
„Tabulating Machine Co.“ in Washington, D.C. und erhält den ersten
Grossauftrag durch die „New York Central
Railroad“. Mit seiner Maschine werden die Fahrscheine auf Lochkarten
umgestellt.
1899
Die „Bundy Manufacturing Co.“
kauft die „Standard Time Stamp Co.“ die ebenfalls Stempeluhren herstellt.
1900
Die „International Time
Recording Co.“ wird gegründet. Sie ist die Verkaufsorganisation für
„Bundy Manufacturing Co.“, „Willard and Frick Manufacturing Co.“ und „Standard
Time Stamp Co.“
1911
Charles R. Flint organisiert
die Fusion von „International Time Recording Co.“, „The Computing Scale Co.“
und „Tabulating Machine Co.“. Die neue Firma heisst:
„Computing-Tabulating-Recording Co.“, kurz „C-T-R“. Der Firmensitz ist in New
York. Sie hat 1 300 Mitarbeiter. Diese Firma wird 1924 in „International
Busines Machines Corp.“ umbenannt. Das Produktspektrum der Firma reicht von
Waagen, Arbeitszeitgeräten, Schneidemaschinen für Käse und
Fleisch zu Kalkulationsmaschinen und Lochkarten.
1914
Das Geschäft mit den
vielen unterschiedlichen Produkten brachte mit der Zeit Managementprobleme.
Deshalb wurde Thomas J. Watson, Sr. von der
„National Cash
Register Co.“ abgeworben. Er führte neue Verkaufsstrategien ein:
Verkäufer erhielten hohe Prämien, ein guter Kundenservice wurde
eingeführt, die Verkäufer mussten gut gekleidet in dunklen
Anzügen auftreten, jeder Mitarbeiter wurde als wichtig angesehen und jeder
sollte stolz sein, in dieser Firma zu arbeiten. Er führte den Wahlspruch
„Think“ ein. Unter seiner Leitung fokusierte sich die Firma auf
Grossaufträge und überliess den Rest kleineren Firmen.
1923
Die erste elektrische
Tabularmaschine wird eingeführt. Ein sanfter Druck, und die Taste wurde
betätigt. Bei der Konkurrenz musste noch mit Kraft auf die Tasten
gedrückt werden.
Neben der Messung der Arbeitszeit, wurde jetzt auch
eine Maschine zur Semesterkontrolle der Studenten eingeführt.
1924
Die Firma wurde umbenannt in
„IBM“. Unter diesem Namen, war sie allerdings bereits seit 1917 in Kanada
registriert.
Der „Quarter Century Club“ wird organisiert – für
Mitarbeiter, die bereits seit 25 Jahren dabei sind.
Die Hauszeitschrift
„Business Machines“ wird gegründet – und hält 40 Jahre durch.
IBM
führt als erste Firma überhaupt die gleitende Arbeitszeit ein.
Fred M. Caroll entwickelte die „Caroll Rotary Card Press“ zur
Lochkartenerzeugung. 1000 Lochkarten konnten pro Minute erzeugt werden. Diese
Maschine erwiess sich als Goldesel.
In Sindelfingen/Stuttgart wird die
IBM-Niederlassung Deutschland fertiggestellt.
1928
IBM führte Trainingskurse
für Kunden ein.
Die IBM Lochkarte wird redesigned. Sie erhält nun
80 Spalten und kann somit fast das Doppelte an Informationen speichern. Diese
Lochkarte wird der Standard schlechthin.
IBM führte die erste
Subtraktionsmaschine ein – den Type 4 Tabulator. Bisher gab es nur
Buchhaltungsmaschinen, die addieren konnten. Subtrahieren war nicht
möglich – nur umständlich über Komplementärzahlen.
1933
bis
1935
1933 wird die zentrale IBM
Schulungsabteilung in Endicott/N.Y. eingeweiht. Am Eingang ist das Motto von
Watson zu sehen:
Lese, höhre zu, diskutiere, beobachte, denke.
Die
„Electromatic Typewriters, Inc.“ aus Rochester wird erworben. Damit erfolgt der
Eintritt in die Schreibmaschinenbranche.
Die erste elektrische
Schreibmaschine wird hergestellt – die letzte im Jahre 1990.
1938
bis
1944
1938 wurde das neue
Hauptquartier der IBM in New York eingeweiht.
Wie jede andere Firma auch,
musste IBM während des Weltkrieges II voll für die US Regierung
arbeiten.
Um schwarzen Studenten das Studium zu ermöglichen, wird der
„United Negro College Fund“ gegründet.
1944
IBM stellt den ersten
Grosscomputer vor:
Automatic Sequence Controlled Calculator (ASCC).
auch Mark I genannt; 15 m lang, über 2 m hoch und 5 t schwer.
Elektromagnetische Relays wurden zur Addition (1 sec), Division (12 sec) und
Multiplikation (6 sec) benutzt.
1948
IBM stellt den ersten
Digitalrechner vor:
Selective Sequence Electronic Calculator (SSEC).
Mit ihm kann zum ersten Male das Rechenprogramm angepasst werden. 21 000 Relays
besitzt die Maschine.
1948
IBM Type 604 Electronic
Calculating Punch
interessant war die Kunstruktion; einzelne Teile konnten
komplett ausgewechselt werden. Dadurch reduzierte sich die Wartung
beträchtlich.
1949
IBM Card-Programmed Electronic
Calculator (CPC)
eine Kombination von Buchhaltungsmaschine und elektrischer
Scheibmaschine mit Proportionalschrift.
Im gleichen Jahr wird die
„World Trade Corp.“ als Tochtergesellschaft gegründet. Sie soll die nicht
US-Firmen koordinieren.
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