Herlitz AG

Das Unternehmen wurde durch den Buchhändler Carl Herlitz am 21.9.1904 als Großhandlung für Papier- und Schreibwaren in Berlin-Schöneberg gegründet. 1929 gehörte die Firma bereits zum Mittelfeld der Berliner Schreibwaren-Großhandlungen und beschäftigte 8-10 Mitarbeiter. 1935 übergab der Firmengründer sein Unternehmen an seinen Sohn Günter Herlitz.

Neben dem Handel mit Gummiringen und Tintenfässern vertrieb Herlitz auch den von der Fa. „Kall & Co.“ neu entwickelten, aber beratungsintensiven Klebefilm der Marken „Mellkleber“ und „Cellux“.

Carl Herlitz starb am 12.02.1939. Nach dem Kriege übernahm der zweite Sohn – Günter Herlitz – das Geschäft.

Während der Berlin-Blockade 1948 führte Herlitz UHU Kleber, Lineale und Kinderbücher auf dem Luftweg nach Berlin ein und wurde zu einem der bedeutendsten Papier- und Schreibwarengroßhändler in 1960 wurde eine eigene Vertriebsorganisation im deutschen Bundesgebiet aufgebaut. Der Durchbruch auf dem deutschen Markt erfolgte mit bebilderten Zeichenblöcken (Tiermotive und Sportbilder). Monatlich wurden bis zu 150 t Papier verarbeitet. Inzwischen wurden 150 Mitarbeiter beschäftigt, 90 in der Fertigung und 60 in der Großhandlung. Das Unternehmen erzielte einen Umsatz von 4.2 Mio. DM.

1972 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt. Am 6.5.1976 firmierte die „Carl Herlitz AG“ als Herlitz AG. 1977 wurde die Herlitz-Aktie an der Berliner Wertpapierbörse eingeführt und die Herlitz International Trading (HIT) AG gegründet. 1982 wurden die Aktien an der Frankfurter Die Firma expandierte stark. So wurde 1985 ein neues Versandzentrum in Berlin-Spandau eingeweiht. Dies hatte das größte Hochregallager der Welt mit über 70.000 Palettenplätzen. 1987 wurde die Glückwunschkarten-Firma „Susy Card GmbH & Co. KG“ mit Sitz in Bargteheide erworben.

1996 wurde die Herlitz AG in eine Holding umgewandelt und die Herlitz PBS AG (Papier-, Büro- und Schreibwaren) als eigenständiges Unternehmen Großaktionäre des Unternehmens waren Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Bayer. Landesbank und die Bankgesellschaft Berlin (zusammen ca. 49 % der Aktien). Diese gaben keine neuen benötigten Kredite her, Herlitz musste deshalb am 3.4.2002 beim Amtsgericht Charlottenburg Am 16.09.2002 kam es zum Abschluss des Insolvenzplanverfahrens – mit positovem Ausgang. Herlitz war damit das erste deutsche börsennotierte Unternehmen, das ein Insolvenzverfahren bei laufendem Betrieb erfolgreich durchführte.

83 Mio. Briefordner und wurde Weltmarktführer in der Ordnerproduktion.

2004 umfasste das Sortiment ca. 15.000 Artikel. In Großbritannien wurde eine Ordnerfertigung aufgebaut.

„Susy Card“ ist die bekannteste Marke für Grußkarten in Deutschland. Es gibt über 3.000 Kartenmotive. Die Kollektion umfaßt auch Geschenkpapiere, Zierbänder, Geschenkschachteln und -tüten, Servietten, Tischdecken BOON AND BANE ist die neue Designmarke bei Herlitz. Das Angebot richtet sich exklusiv an Dekorationsfachmärkte und ausgewählte Papeterie-Fachhändler.

Zielgruppe sind Menschen, die neugierig sind und Lust auf Veränderung Neben der Marke Herlitz für den privaten und gewerblichen Bürobedarf, steht die Marke Falken für die gewerblichen Bürosortimente. Das Falken Sortiment umfasst rund 700 1937 gründete Wilhelm Becker in Krefeld eine Papiergroßhandlung. Nach der Wiedervereinigung wurde die Kartonagen- und Ordnerfabrik Falken Registraturen im brandenburgischen Peitz von der Treuhandanstalt erworben. 1994 übernahm die Herlitz AG Berlin 50% der Anteile von Becker Falken. Die vollständige Übernahme erfolgte 1998.