Edison Storage Battery

Edison war ein Hans-Dampf in allen Gassen. (Siehe auch diese Was für Deutschland Goethe und Schiller waren, war für die USA eben Edison.

Das Prinzip der Speicherbatterie wurde durch den Franzosen Gouthardt entdeckt. 50 Jahre später entdeckte der Franzose Plante, wenn zwei Bleiplatten in Schwefelsäure gehalten und mit Strom behandelt werden, diese Anordnung später selbst einen Teil des ursprünglich hineingesteckten Stromes zurückliefern konnte.

Herstellungsprozess dieser Batterien dauerte lange und konnte kein wirtschaftlicher Erfolg werden.

Erst als der Franzose Faure und der Amerikaner Brush einen Weg fanden, die Bleiplatten effektiver herzustellen wurde daraus ein Geschäft. 1905 lag die USA-Produktion dieser Batterieart bei 3 Millionen $. Die Bleibatterie war trotz ihres hohen Gewichtes so interessant, dass sie auch in Autos, LKW eingebaut wurde.

Edison war überzeugt, dass Batterien benötigt werden und nahm sich deshalb der Erforschung besserer Materialien an. Er probierte über Jahre hinweg und fand schliesslich, dass Nickel und Eisen die besten Voraussetzungen mitbrachten. Daraufhin gründete er eine chemische Fabrik in Silver Lake, New York. Hier wurde nun gezielt weiter geforscht.

Einige Quellen sagen, dass Edison und seine Crew mehr als 50 000 Experimente durchführen mussten, bevor sie ans Ziel kamen.

Edison`s Idee war, dass die beiden Metalle für die Batterien in gelöcherten Behältern untergebracht werden sollten. Für den positiven Batterieteil wurde Nickel Hydrat und für den negativen Teil Eisenoxid verwendet. Aber es gab keine Firma, die diese beiden Metalle in der erforderlichen Reinheit herstellen konnte. Also erforschte Edison auch noch, wie er die benötigten Metalle in möglichst reiner Form herstellen konnte.

Ein weiteres Problem war die schlechte elektrische Leitfähigkeit des Nickelhydrats. Es wurde also eine Substanz benötigt, die dem Nickelhydrat beigemischt, dessen Leitfähigkeit erhöhen konnte. Dies wurde in Graphit gefunden.

Hierfür wurde dann eigens eine eigene Fabrik gegründet.

Batterie funktionierte nun auch in den Augen von Edison gut genug, um sie fertigen zu können. Dies erfolgte in einer Fabrik in Glen Bridge.

Interessierte Kunden gab es genug, aber die Fertigungskapazität war gering. Eine Zeitung hatte nämlich einen Artikel herausgebracht (von Edison bezahlt ?) und die Vorzüge dieser sagenhaft guten Batterie Aber es gab eine Anzahl nicht funktionierender Batterien. Viele Versuche und Untersuchungen wurden durchgeführt. Edison wollte aber die perfekte Batterie. So stand er vor der Entscheidung, mit Ausfällen zu leben oder die Produktion zu stoppen.

Er entschied sich für die Einstellung der Produktion, obwohl ihn viele zufriedene Kunden drängten doch weiter zu machen.

Edison liess weitere 5 Jahre forschen – welche Firma hätte dies auch getan (Heute heist es doch: das Produkt reift erst beim Kunden). Die neue Batterieserie wurde ab 1909 produziert. Die geniale Idee war, extrem dünne Nickelfolien für den Pluspol zu verwenden. Die moderne Batterie war geboren.

Die ursprüngliche Idee von Edison war, die Batterie in Autos einzusetzen und in Strassenbahnen. Bisher kam der Strom von Kraftwerken, die gross genug sein mussten, um während der Stosszeiten keinen Stromengpass zu erzeugen. In der übrigen Zeit liefen sie einfach mit, hatten aber nur wenige Abnehmer, da nicht soviel Energie Mit den Batterien gab es eine solche unwirtschaftliche Lösung nicht. Jeder Bus, jedes Auto hatte mit der Batterie sein eigenes Kraftwerk an Bord. Der Strom musste nur erzeugt werden, wenn er tatsächlich benötigt wurde. Ausserdem wurden die Strassen von Oberleitungen frei und es stank nicht mehr so stark durch die Abgase.

Edison baute für Vorführungen eine eigene Strassenbahnlinie im Winter 1909/1910. Der Erfolg war riesig und die erste Strassenbahn wurde in New York ausgerüstet. Bald kamen andere dazu. Um den Bedarf zu decken, wurde eine weitere Fabrik gebaut.

Edison erhielt insgesamt 1093 – 393 für elektrisches Licht und Strom – 195 für – 150 für Telegraph – 141 für Batterien