Duesenberg Autos

Luxus pur

Duesenberg – das Fortbewegungsmittel für US-Politiker, Millionäre und Hollywood Die Firma „Auburn Automobile Co.“ wurde 1900 in Indiana Der Verkauf lief schlecht, schliesslich kosteten die Autos 8 000 $ – zu teuer für die damalige Zeit.

Fred Duesenberg wurde am 6.12.1876 in Lippe geboren und wanderte nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter und seinen 3 Brüdern und 3 Schwestern nach Rockford/Iowa aus. Mit 17 Jahren verliess er seine Familie und ging zu einer Reparaturwerkstatt für landw. Maschinen. Mit 20 Jahren widmete er sich ganz dem Motorradrennen – und das für die nächsten 35 Lebensjahre. Sein Wissen bezog Duesenberg nicht über eine fundierte Ausbildung, sondern über einen Fernlehrgang. Sein Hang zu Autos begann mit der Beschäftigung bei Thomas Jeffery in Kenosha/Wisconsin. Dort testete er Autos. 1904 gründete er eine Firma – die „Mason Co.“ und baute sein erstes Auto – „Mason“. Mit diesem Auto gewann er viele Rennen. In 1913 gründeten Fred und sein Bruder August (Augie) die Firma „Duesenberg Motor Co.“ in St. Paul/Minnesota.

Hauptaufgabe der Firma war die Produktion von Schiffsmotoren und der Zusammenbau von Rennwagen. Vor dem Weltkrieg I produzierten sie ein Schiffsmotor, der zum ersten Male mehr als eine Meile pro Minute schaffte. Mit der Produktion von Schiffsmotoren, Flugzeugmotoren und Automotoren ging es mit einem neuen Werk in Elizabeth/ New Jersey in den Weltkrieg I. Die gesammelten Erfahrungen waren auch für die Nachkriegszeit wichtig, grosse Bestellungen trafen aus Russland, Italien und England ein. Das Werk in Elizabeth produzierte nicht sehr viele Autos und das Werk wurde nach Indianapolis verlegt. Aber die Kapitalbasis der Firma war schmal und so übernahm E.L. Cord Ende 1920 die Firma und Duesenberg wurde Vizepräsident. Das erste bekannte Duesenberg Auto wurde das Modell „J“, welches am 1. Dezember 1928 in einer Zeitungsannonce vorgestellt wurde. Bisher beanspruchte „Chrysler“ den Ruf das stärkste Auto zu produzieren (112 PS). Aber das Model „J“ hatte 265 PS und übertraf das Ford Modell „A“ um das 6-fache, aber es gab kaum Strassen für ein solches Auto! Im Juni 1932 fuhr Fred Duesenberg mit dem Auto zur Arbeit und hatte auf der Rückreise über den Ligonier Mountain/ Pennsylvania einen Unfall. Daran starb er am 26. Juli im Alter von 55 Jahren. August Duesenberg spielte nicht mehr die grosse Rolle in der Firma und starb am 1937 ging das Zeitalter der Duesenberg-Autos zu Ende; insgesamt wurden aber nur 650 Autos gebaut – aber jedes war ein Meisterwerk.

1926 kaufte Errett Lobban Cord die Duesenberg Automobile Co. auf. 1929 baute Cord den L-29 – das erste amerik.

Fahrzeug mit Vorderradantrieb. Ebenfalls 1929 wurde das Modell J herausgebracht. Dieses erhielt einen Rennsportmotor mit 265 PS und erreichte 185 km/h. Das Modell SJ erhielt 1932 einen Supercharger und brachte es auf 320 PS und 243 km/h. Sie waren die stärksten Personenfahrzeuge zur damaligen 1935 Auburn Pheaton and Speedster mit den Hollywoodstars Mary Astor und George Murphy.

Duesenberg kaufte man nicht einfach im Laden.

Es wurde nur das Chassie erstanden – nach dem es auf der Rennstrecke in Indianapolis 500 Meilen getestet wurde. Erst dann wurde es verkauft. Das Chassie kostete schon ca. 8.500$, unmerklich teurer als das Modell A von Ford für 400$. Hatte man das Chassie erstanden, dann ging es zu einem Karosseriebauer um den Aufbau massgerecht anzupassen. Der hatte fast freie Hand bis auf einige Grundcharakteristiken – z.B. die Kühlerfront. Das Auto kostete dann schon 20.000$, also der richtige Preis um sich als Hollywoodstar gegen die Anderen Es gab aber auch kleinere Modelle, wie den Auburn oder Cord. Der Cord 810 kostete 2.100$ , der Auburn 851 Supercharged Speedster ca 3.500$.

Die Absatzzahlen gingen in der Mitte der 30er Jahre stark zurück. Noch 1936 wurde versucht einen neuen Mittelklassewagen – den Cord 810 – auf den Markt zu bringen. Der hatte sogar schon Frontantrieb´ – kam aber zu spät. 1937 war es dann