Atari und Jack Tramiel
Endlich PC`s für den persönlichen Gebrauch
Der Name Atari steht für 3 Firmen:
Atari, Inc. – Atari Games Corp. – Atari Corp.
Gründung: 27.Juni 1972 mit der Weltneuheit „Pong“, dem ersten Münzen-Elektronik-Videogame durch Nolan Bushnell. Die Entwicklungskosten betrugen ganze $ 1000. Der erste Käufer für Pong war eine Bar in Sunnyvale/Kalifornien. Dies war der Startschuss für die Revolution in Videogames. 1974 kam eine neue Homeversion hinzu.
1976 wurde das Konkurrenzprodukt FAIRCHILD eingeführt. Dieses konnte über einen externen Speicher mehrere Videogames laden und nicht nur eines wie bei Pong von Atari. Für weitere Entwicklungen fehlte nun aber Bushnell das Kapital. Er verkaufte deshalb an Warner Brothers für $ 28 Millionen.
Von da an hiess die Firma Atari, Inc.
„Infogrames“ übernahm die 1984 ging es mit der Videospiel-Industrie in den USA kräftig bergab.
verkaufte alles an Jack Tramiel, behielt aber das Atari Logo und Patente.
Tramiel nannte die Firma Atari Corp. (Gründung Mai 1984). Alle Rechte – bis auf die Münzmaschinen – gingen an die Atari Corp. Warner Brothers behielt 25 % Anteil. Es wurden nur wenige Aktien an das Publikum ausgegeben; 51 % hatte die Atari Geschäftsführung,25 % Warner Brothers, 17 % breites Publikum, 7 % Sega.
gründete die Atari Games Corp. für Münzgeräte und brachte Nintendo Spiele unter dem Namen „Tengen“ auf den Markt. Nintendo liess dies später gerichtlich verbieten und Atari Games wandte sich Sega zu. Am 29.3.1996 kaufte Midway Games die Atari Games Corp. von Warner Communications.
Atari Inc. stellte den ersten Computer auf der Winter Consumer Electronics Messe 1979 aus. Dieser 8-Bit Computer wurde bis 1992 produziert. Die 16/32-Bit Systeme hatten ein eigenes (nicht Microsoft) Betriebssystem TOS. Im Film „Terminator 2“ wurde dieser benutzt. Die meisten Atari Computer wurden für Europa produziert.
1984 wurde Atari Corp. an Jack Tramiel verkauft, der auch Gründer von Commodore war. Für Atari arbeitete auch Steve Jobs, der später Apple hübsches Geschenk: Rahmen für diese wertvollen historischen Hier finden Sie die verfügbaren Rahmen Was wäre die Computerwelt ohne Jack Tramiel. Jack wurde 1939 in Lotz/Polen geboren und hieß Idek Tramielski. 1955 gründete er Commodore und produzierte Addiermaschinen und Schreibmaschinen. Den Namen „Commodore“ nahm Tramiel aus seiner Militärzeit in der US Army 1948-1952. General oder Admiral waren bereits als Produktnamen vergeben. Commodore Aktien wurden ab 1962 gehandelt. Etwa 1975 wandte sich Tramiel dem Taschenrechner-Geschäft zu. Es folgte ein harter Überlebenskampf mit Texas Instruments. Nach dem dieser ausgestanden war, kaufte er die Halbleiterfirma „MOS Technology“. Check Peddle – einer der „MOS“ Ingenieure – arbeitete an der Entwicklung des 6502 Mikroprozessors. Dieser war ein gängiger 8-Bit Prozessor und wurde in den Commodore KIM-1 – einem Einplatinen Computer mit Tastatur und hexadezimalen Display – eingebaut. Der erste Computer 1977 wurd auf der Computermesse in Hannover vorgestellt und verkauft. Danach stellte Commodore eine ganze Familie dieser Computer vor. 1982 drang Commodore in den Heimcomputer Markt mit dem VIC-20 ein. Danach kam der C64 als Nachfolger. Ein revolutionäres Gerät, was kaum Konkurrenz kannte. Ca. 20 Millionen Stück wurden verkauft. Und mit diesem Computer wuchs auch Commodore zu einer beachtlichen Grösse an.
1984 wurde Tramiel gezwungen Commodore zu verlassen. Er hatte Probleme mit dem Hauptaktionär Irvin Gould. Tramiel kaufte „Atari Inc.“ von Warner Brothers.
1972 von Nolan Bushnell in Sunnyvale gegründet und produzierte Videospiele. Das erste Spiel „Computer Space“ war ein Flop, doch das zweite „Pong“ ein Riesenerfolg. „Pong“ wurde 150 000 Mal als Heimversion und 10 000 Mal als Spielhallenversion verkauft. Durch diesen Erfolg wurden viele andere Mitbewerber auf den Plan gerufen. Doch 1976 war der Markt fast gesättigt und Atari brauchte Geld zum Überleben. Bushnell verkaufte deshalb an „Warner Communications“ für 28 Mill. $.
Durch neue Entwicklungen kam Atari in die Gewinnzone zurück und steuerte 1980 1/3 zum Gewinn der Warner Communication bei. Auch Atari wollte am neuen Personal Computermarkt profitieren und brachte einen eigenen PC heraus – ein Flop. Die Firma verlor über 10 Mill. $. Auch die Video Spiele brachten ab 1983 nur noch Verluste – 533 Mill $. Deshalb verkaufte Warner Communication die Firma 1983 an Tramiel.
1986 hatte Atari durch Tramiel bereits wieder einen Gewinn von 25 Mill. $. Aber bereits 1988 verlor Atari wiederum 85 Mill. $, weil sich die Firma aus dem Wiederverkauf von Elektronik zurück zog – die Tochterfirma „Federated Group“ wurde verkauft. Einen Rechtsstreit mit NINTENDO verlor ATARI – immerhin ging es dabei um 160 MIll. $. Atari klagte NINTENDO wegen Monopolbestrebungen auf dem Videomarkt an.
In den Anfängen von 1990 musste Atari Personal entlassen und die Organisation straffen. Die Firma konzentrierte sich auf die Herstellung von Multimedia Games und brachte das erste 64-Bit interactive Medsigame „Jaguar“ heraus. Von diesem wurden ca. 200 000 Einheiten zu einem Preis von 250 $ verkauft. 1994 verkaufte Atari seine Spielpatente für 90 Mill $ an SEGA.
1996 wurde ein neuer Geschäftszweig gegründet:
„Atari Interactive“. Dieser sollte die Atari Spiele für die PC-Welt zugänglich machen. Hierzu fusionierte Atari auch mit „JTS Corp.“.
Die Highlights der Atari Entwicklung – 1971: Nolan Bushnell programmierte das erste Arcade video „Computer Space – 1972: „ATARI inc.“ wurde gegründet von Bushnell: „Pong“ Game wurde ein Hit „Warner Inc.“ erwarb „ATARI“ für 28 Mill. $ – 1980: „ATARI“ machte 2 Milliarden $ Umsatz.
– 1983: zum ersten Male Verluste; 536 Mill. $
1984: „Warner“ teilte die Firma auf in „Atari Games“ und „Atari Corp.“ (dann
verkauft an Tramiel).
– 1985: der berühmte Atari ST wird verkauft – 1993: „Atari Games“ wird „Time-Warner Interactive“ – 1996: „Time-Warner Interactive“ wurde an „WMS“ verkauft – 1996: „Atari Corp.“ fusionierte mit – 1998: alle Atari Patente wurden für 5 Mill. $ an „Hasbro