Die Sarotti AG
Bestell-Nr.: D532
Preisliste
Sarotti gehört seit 1998 zu „Stollwerk“.
Am 16.9.1852 begann die Geschichte der Firma „Sarotti“.
In Berlin wird durch Heinrich Ludwig Neumann die „Confiseur-Waaren-Handlung Felix und Sarotti“ gegründet. Die aus
Paris importierten Luxuswaren wurden in einem ebenso luxeriös eingerichteten Geschäft angeboten.
Fast 30 Jahre später (1881) wurde das Geschäft von Hugo Hoffmann übernommen. Der nannte seine Produkte nun „Sarotti“.
Ausserdem verlegt er das Geschäft von der Berliner Friedrichstrasse in die Mohrenstrasse. Wohl aus steuerlichen Gründen
bleibt aber die „Confiseur-Waaren-Handlung Felix und Sarotti“ selbständig.
Das Geschäft geht so gut, dass am 1.1.1883 die Frtigungsräume in ein grösseres Geäude umziehen. Am 16.7.1883
wird Paul Tiede Telhaber. Die Firma von Hoffmann wird nun eine Offene Handelsgesellschaft und firmiert für
den Poduktionsbetrieb als „Hoffmann & Tiede“ und für das Handelsgeschäft als „Felix und Sarotti“.
1893
In den nächsten 10 Jahren wächst die Firma erfolgreich und es werden mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt.
Zusätzlich werden neue Grundstücke zur Produktionsausweitung gekauft.
1894
Ein wichtiger Meilenstein für das Marketing: „Sarotti“ wird als geschützter Handelsname eingetragen
1903
Nach so viel positiven Nachrichten wird am 1.7.1903 die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und erhält den Namen:
„Sarotti Chocoladen- und Cacao-AG“. Tiede und Hoffmann bilden den Vorstand.
1910
Es werden nun bereits über 1800 Mitarbeiter beschäftigt. Für die Verpackung der Pralinen wird
eine spezielle Schutzpackung entwickelt – die Verpackuing selbt wird zu einem wahren Renner.
1911
Die bisherigen Geschäftsräume platzen aus allen Nähten. Deshalb wird ein 47.500 qm grosses Grundstück am Teltow-Kanal gekauft.
Dabei ist auch ein Eisenbahnanschluß wichtig (Rixdorf-Mittenwalder-Eisenbahn).
1912
Die Gründer der Firma Paul Tiede und Hugo Hoffmann sterben. Max Hoffmann übernimmt die Leitung.
1913
Der Umzug in die neuen Fertigungshallen beginnt und die Belegschaft wächst auf über 2000 Mitarbeiter.
1914
bis
1918
Für den Weltkrieg I müssen viele Männer der Firma in den Krieg. Die Belegschaft beträgt nur noch 1000 Mitarbeiter –
meist Frauen.
Am Ende des Krieges feiert die Firma ihr 50. Jubiläum.
Die Wurzeln der Firma gehen auf die Gebäude in der Mohrenstrasse zurück. Von daher stammt auch das Sarotti-Männchen der „Mohr“.
Diese Figur wurde inzwischen so bekannt, dass am 27.8.1918 der Mohr als Trademark registriert wurde.
1920
Der Grafiker Prof. Gipkens entwirft den auch heute noch gültigen „Mohren“ als Symbol für Sarotti.
1921
Der Firmenname wird geändert in „Sarotti AG“.
1922
Am 20.1.1922 zerstört ein Großbrand das Werk. Erst nach 3 Tagen ist er gelöscht.
Der Großaktionär der Firma (Anton Kanold, ebenfalls ein Schokoladenproduzent) verlegt daraufhin die Fertigung in seinen Betrieb
und wird Nachfolger von Max Hoffmann als Vorstand.
Der von Gipkens entworfene „Mohr“ wird eingetragenes Wahrenzeichen.
1923
Nach dem Großbrand wird das Werk in Tempelhof wieder aufgebaut und nimmt im Dezember wieder die Produktion auf.
1929
Die schweizer Firma „Nestle“ übernimmt die Aktienmehrheit an „Sarotti“.
„Sarotti“ fertigt nun auch die Nestle-Produkte „Cailler“, „Gala Peter“, „Kohler“ und „Nestle“.
1964
Durch TV-Werbung erhält der „Sarotti-Mohr“ eine hohe Popularität.
1971
Die „Sarotti AG“ wird zur „Sarotti GmbH“ und eine Produktionsbereinigung erfolgt. Nur noch Tafelschokoladen und Pralinen
werden hergestellt.
1998
Am 1.1.1998 erfolgt die Fusion von „Sarotti GmbH“ und der „Rowentree Mackintosh GmbH“ aus Hamburg zur „Nestle Chocoladen GmbH“.
Nach der Fusion trennt sich „Nestle“ von „Sarotti“ und die „Stollwerk AG“ übernimmt die neue Firma.
1999
Der „Sarotti-Freundeskreis“ wird gegründet und bringt Bilder, Gedichte und Textilien mit dem Mohren heraus.
2004
Das Design der Sarottiprodukte wird überarbeitet. Sarotti wird nun der „Magier der Sinne“.
Der Markenbekanntheitsgrad liegt bei 94%.
Und nun noch etwas über den Kakao – ohne den gäbe es schließlich keine schöne Sarotti-Aktie
Es ist eine gesicherte Erkenntnis, dass Kakao bereits vor Jahrtausenden von den Indianern Südamerikas
als Nahrungs- und Genussmittel verwendet wurde. Die Tolteken und Azteken kannten Kakaogetränke und
verwendeten die Kakaobohnen als Zahlungsmittel. Anfang des 16. Jahrhunderts brachten die Spanier den Kakao nach Spanien.
Im Verlauf des 17. Jahrhunderts gelangte er auch in andere europäische Länder.
Der Kakao gehört zu der Gruppe der Malven, des Hibiscus und der coffeinhaltigen Cola-Nüsse.
Insgesamt gibt es 20 Wildarten des Kakao die alle als kleine Bäume im Schatten der Regenwälder Mittel-
und Südamerikas wachsen. Der deutsche Botaniker Carl von Linné gab vor über 200 Jahren den Pflanzen den
wissenschaftlichen Namen „Theobroma“ (die „Götterspeise). Und dies passt auch zu Sarotti.
Wilde Kakaobäume erreichen ein Alter von bis zu einhundert Jahren, werden aber nur etwa 9 m hoch. Die kultivierten
Kakaopflanzen sind niedriger und beginnen bereits nach fünf Jahren bei einer Höhe von etwa 3 m zu blühen. Sie tragen
bis zu 35 Früchte.
Die cremefarbenen Kakaoblüten sind ca. 1 cm groß.
Die Blüten entstehen im Holz älterer Äste
oder kommen direkt vom Stamm. Sie sind also nicht im Blätterdickicht verborgen und können somit vom Bestäuber im
grünen Dämmerlicht des Urwaldes leicht gefunden werden.
Die wichtigsten Bestandteile der Kakaobohne sind:
– 54% Kakaobutter
– 11% Eiweiß
– 6% Gerbstoffe, Aroma etc.
– 1% Zucker
– 5% Wasser
Oftmals sind an einem alten Kakaobaum tausende von Blüten geöffnet,
aber nur wenige entwickeln sich zu Kakaofrüchten. In den Plantagen werden die Blüten mit einem Pinsel
von Hand bestäubt. Die Früchte sind 15 – 20 cm lang und zeigen hellgrüne, gelbe und rote Farben. Im Inneren liegt das
weiße Fruchtfleisch (Pulpa) und in diesem 30 – 50 Kakaobohnen.
Der Kakao wird heute in allen Tropengebieten der Erde angebaut.
Die wichtigsten Anbaugebiete mit einer Jahresproduktion von 2,4 Mio. t insgesamt (zum Vergleich: Kaffee 4,5 Mio. t)
sind Westafrika (ca. 1,3 Mio. t), Süd- und Mittelamerika (ca. 0,6 Mio. t) und das tropische Asien (ca. 0,5 Mio. t).
Die Durchschnittstemperatur des kältesten Monats darf in der Anbaugegend nicht unter 20ºC liegen und in den kältesten
Nächten nie unter 15ºC sinken.
Kakaofrüchte reifen das ganze Jahr. Sie werden abgeschnitten und sofort weiterverarbeitet.
indem sie mit Messern vorsichtig geöffnet werden. In diesem Zustand zeigen sie die Kakaobohnen,
die vom weißen Fruchtfleisch umgeben sind. Mit den Händen werden die Kakaobohnen ausgelöst,
auf Bananenblättern angehäuft und auch abgedeckt.
Nun kommt es zur Fermentation (Gärung). Die Fermentation läuft bei ca. 45ºC ab.
Das weiße Fruchtfleisch zersetzt sich, die Bitterstoffe der Bohnen werden abgebaut und das typische
Kakaoaroma entwickelt sich. Sauerstoff ist notwendig: Durch Oxidation entstehen die
braunen Schokoladenfarbstoffe.