Einbecker Brauhaus

die Bockbierkunst

Bieres ist das älteste Lebensmittelgesetz der Welt. Es durfte nur Hopfen, Wasser und Gerste verwendet werden. Hefe war damals noch unbekannt.

Die Brauerei Einbeck muss schon vor 1378 existiert haben, denn es gibt eine Rechung über 2 to Bier aus dem Jahre 1378.

Martin Luther machte das Bier berühmt durch seinen Spruch am 17.4.1521 Reichstag in Worms:“Der beste Trank, den einer kennt, der wird Einbecker Bier genennt“.

Um 1612 wird ein Einbecker Brauermeister nach München abgeworben, um dort das „Ainpöckische Bier“ zu brauen. Im Laufe der Zeit ändert sich der Name in „Einpöckisch“ und „Oanpock“ und Ohne das Einbecker Bier gibt es kein Bockbier !

Jeder Einbecker Bürger durfte eigenes Bier brauen – 742 Bürger taten es. Gebraut werden durfte nur für den eigenen Bedarf – aber der Überschuss musste an die Stadt verkauft Die wiederum verkaufte das Bier dann weiter im gesamten deutschen Raum.

Die Deutsche Hanse verteilt das Einbecker Bier auf ihren Handelswegen nach Danzig, Riga, Reval, Stockholm,…

1851 wurde zum ersten Male das Bier in Flaschen abgefüllt. Seitdem gibt es die „Original Einbecker Flasche“ – unverändert.

Die Brauerei wird 1967 eine Aktiengesellschaft und von der Berliner „Schultheiss Brauerei“ 1969 gekauft. Die wiederum fusioniert 1972 mit der „Dortmunder Union“ zur „Brau und Brunnen AG“.

Im September 1997 wird die Einbecker wieder selbständig durch einen Rückkauf der „Ender & Partner Vermögensverwaltung“.

Die Eckdaten der „Einbecker Brauhaus AG“ in 2002 – Zahl Mitarbeiter = 200 – Getränkeabsatz = 600 000 hl – Umsatz = 40 Mill € – Stammkapital = 5.5 Mill € – Tochterunternehmen = „Göttinger Brauhaus AG“ und „Martini Brauerei“ „Göttinger Brauhaus AG“ In Göttingen hatten die Bürger schon 1330 das Recht eigenes Bier zu brauen und zu verkaufen. Um 1400 gab es dann ein Marktmonopol in Göttingen – fremdes Bier durfte in der Stadt nicht verkauft werden. Das Monopol wurde 1555 fallen gelassen. Bis 1737 durfte privat gebraut und verkauft werden. Dann richtete die Stadt eigene Brauhäuser ein und ab 1889 gab es dann die Firma „Göttinger Brauhaus“. Kurz vor deren 100jährigen Jubiläum wurde es von der „Einbecker Brauhaus AG“ gekauft.

Die Familie „Kropf“ musste das Berchtesgadener Land (Bayern)im 17.Jahrhundert auf Grund ihres Glaubens verlassen. Sie gründeten ein Fuhrunternehmen, dass Süd- und Mitteldeutschland belieferte. 1889 liess sich Adolf Kropf in Kassel nieder.

Für 20 000 Thaler kaufte er ein Haus und richtete eine Brauerei samt Ausschank ein.

Sein Geschäft lief gut, denn sein Bier schmeckte anderes, als das der anderen 19 Kasseler Brauerein. Er nannte sein Bier nach der Kirche „St. Martin“ – Martini.

Auf Grund des hohen Gehalts an Stammwürze, braute er ein dunkles Bier. 1895 baute Kropf eine neue Brauerei. 1992 wurde dasd Unternehmen an die „Henninger Bräu AG“ verkauft und die verkaufte im Oktober 1997 weiter an die „Einbecker“.