Thyssen Krupp
Deutsche Legenden
Friedrich Krupp (1787 – 1826) gründet am 20.11. mit zwei Teilhabern eine Firma zur Herstellung von Gussstahl nach englischen Qualitätsmass-Stäben.
Friedrich Krupp ist Alleininhaber Nach dem Tode von Friedrich Krupp führt dessen Witwe Therese (1790 – 1850) den Betrieb weiter. Sie wird unterstützt von ihrem erst 14-jährigen Sohn Alfred (1812 – 1887).
Alle von Krupp hergestellten Erzeugnisse erhalten eine Qualitätsgarantie.
Krupp stellt komplette Walzmaschinen her. Nach Aufhebung der Zollschranken in Deutschland boomt die Nachfrage.
Es wird eine freiwillige Hilfskasse für Sterbefälle und Kranke eingeführt Die von Krupp hergestellten Walzen sind praktisch unzerstörbar – Ersatzlieferungen bleiben aus, der Absatz geht zurück.
Da boomt zum Glück der Eisenbahnbau.
Krupp führt eine Pensionskasse ein und baut Wohnräume für unverheiratete Arbeiter.
Das preussische Militär bestellt 300 Geschützrohre. Ein neuer Geschäftsbereich entsteht.
Das Bessemer-Verfahren wird zum ersten Male in Europa eingeführt und eine verantwortliche Geschäftsleitung gebildet.
Mit diesem Verfahren wird die Massenproduktion von Eisenbahnschienen Der Rohstoffbedarf wächst. Um von fremden Lieferanten unabhängig zu sein, erwirbt Krupp die „Sayner Hütte“ bei Koblenz. Der Kohlebedarf wird durch die Essener Zeche „Graf Beust“ gedeckt.
In Spanien beteiligt sich Krupp an der Mine „Orconera Iron Ore Co.“ und erhält damit phosphorarmes Eisenerz für sein Bessemer-Verfahren Krupp hat nun ein eigenes Krankenhaus Alfred Krupp erlässt das „Generalregulativ“.
Hierin wird die innerbetriebliche Hierarchie genau geregelt und Sozialeinrichtungen definiert. Die wachsenden sozialen Spannungen durch die Nachteile der Industrialisierung können so etwas gemildert werden.
Zum Transport der spanischen Erze gründete Krupp in Rotterdam eine eigene Reederei.
Krupp wird durch nahtlose und bruchsichere Eisenbahnradreifen berühmt. Dies ist auch die Geburtsstunde des Krupp-Logos mit drei aufeinander liegenden Radreifen.
Friedrich Alfred Krupp organisiert das väterliche Unternehmen in einen horizontalen Konzern aus. Zusätzlich zum Stahlwerk „Annen/Witten“, das er 1886 kaufr, wird das „Gusonwerk“ 1893 in Magdeburg gekauft. Das Hüttenwerk in Rheinhausen wird gebaut. Die Stahlproduktion erfolgt nach dem Thomas-Verfahren. Die hierfür erforderlichen phosphorreichen Erze erhält er durch den Kauf von Erzgruben in Lothringen und an der Lahn.
Bertha Krupp (1886 – 1957), die älteste Tochter von Friedrich, wird Alleinerbin des Unternehmens nachdem Friedrich Krupp 1902 im Alter von 48 Jahren gestorben ist. Die Firma wird ausserdem im gleichen Jahr AG. Alle Aktien, bis auf gesetzlich vorgeschriebene 4 Stück, verbleiben bei Bertha. Bertha is noch minderjährig, deshalb übernimmt ihre Mutter – Margarethe – die Geschäfte.
Bertha Krupp heiratet den Diplomaten Gustav von Bohlen und Halbach. Durch einen königlichen Erlass hin, darf der Name „Krupp“ vorangestellt werden: also „Krupp von Bohlen und Halbach“. Gustav wird von 1909 – 1943 Vorsitzender des Unternehmens.
NIROSTA und V2A-Stahl werden weltbekannte Marken für nichtrostende und säurebeständige Stähle. Diese werden weltweit ein Begriff für deutsche Qualität (selbst der Turmhelm des Chrysler Gebäudes in New York wurde 1929 mit V2A-Stahl verkleidet) Krupp produziert kräftig für das Militär. Bekannt wird vorallem die „Dicke Berta“; ein 42 cm Mörser oder das Geschütz „Paris“ mit einer Reichweite von 130 km.
Die Kriegsproduktion wird auf zivile Güter umgestellt – z.B. auf Lokomotivbau und LKW-Bau. Inflation, Demonatge und Ruhrbesetzung führen aber zu einer existenzbedrohenden Unternehmenskrise.
Die Unternehmensleitung schlägt vor die Krupp-Werke stillzulegen oder in die Stahlwerke AG“ einzugliedern. Beides lehnt Gustav Krupp ab. Mit der Zeit geht es wieder besser, besonders durch die Konzentration auf die Das Hartmetall WIDIA wird eingeführt.
jetzt gilt der Slogan: so hart wie Kruppstahl; aber nicht nur für Metall, sondern auch für die Menschen, die Leiden ertragen ohne zu Murren.
auf Wolframkarbidbasis gesinterte Hartmetall wurde von der „Osram Studiengesellschaft für elektrische Beleuchtung“ entwickelt, um Diamanten für die Metallbearbeitung zu ersetzen. Osram selbst war für die Grossfertigung dieses Produktes nicht eingerichtet und verkaufte die Lizenz 1925 an Krupp.
Die weltgrösste Schmiedepresse mit 15 000 Tonnen Presskraft wird gebaut. Damit können nun vorllem Hochdruckkessel bis 300 t Gewicht geschmiedet werden.
Das Dritte Reich will unabhängig vom Ausland werden. Deshalb wird Krupp eng in die Wirtschaftspolitik eingebunden. Zur Verhüttung deutscher, aber eisenarmer Erze wird das Krupp-Rennverfahren entwickelt. Das 1942 fertiggestellte 80 cm Eisenbahngeschütz „Dora“ ist das grösste jemals gebaute Geschütz. Nur 2 Exemplare wurden gebaut, dann macht sie der Luftkrieg überflüssig. 1938 wird der schwere Kreuzer „Prinz Eugen“ auf der Germaniawerft fertiggestellt, ausserdem ein grosser Teil der deutschen U-Boote.
Krupp ist wieder eine Einzelfirma und gehört nun Alfried Krupp von Bohlen und Halbach (1907 – 1967) Die westlichen Allierten demontieren die Hüttenwerke bzw. enteignen diese und schaffen deren nicht zerbomten Teile in Ihre Länder.
Berthold Beitz wird Generalbevollmächtigter.
Im Rahmen des „Mehlemer Abkommens“ werden die Werke festgelegt, die auch Krupp Alfried Krupp stirbt, sein Sohn Arndt verzichtet auf das Erbe, stattdessen wird die Krupp-Stiftung Alleinerbin. Das Unternehmen wird als „Friedrich Krupp GmbH“ in das Handelsregister eingetragen.
Die Kohlebergwerke werden ausgegliedert und gehören nun der Ruhrkohle AG.
Das weltgrösste Radioteleskop wird bei Effelsberg/Eifel gebaut. Der Durchmesser des Parabolspiegels beträgt 100 m. Damit können Strahlen aus dem Weltraum noch aus einer Entfernung von 12 Milliarden Lichtjahren empfangen werden.
Etwas Aufsehenderegendes passiert: der Staat Iran beteiligt sich mit 25% an Krupp.
Die „Friedrich Krupp GmbH“ ist nun eine reine Holding und übernimmt die strategische Führerschaft im Konzern.
Am 8.12 gehört Hoesch nun zu Krupp. Es wird eine herrliche Aktie herausgegeben.
Die Stahlbereiche von Krupp und Thyssen fusionieren am 1. September Am 17. März fusionieren Krupp und Thyssen komplett und formen die „Thyssen Krupp AG“.
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