Greyhound Lines
per Bus durch Amerika
U.S. Greyhound
wurde 1914 von Carl Wickman (ein schwedischer Immigrant) gegründet. Mit
seinem Bus transportierte er Bergleute von Hibbing nach Alice/Min. für
ganze 15 Cent.
Im Jahre 1929 wurde in Kanada die „Canadian Greyhound
Coaches“ von George Fay, Harald Olson und Roosevelt Olsen gegründet. Der
Bus fuhr von Calcary nach Lethbridge/Alberta.
Beide Unternehmen waren
getrennt, benutzten aber den gleichen Werbeslogan: Ride the Greyhounds.
1935 kam es dann zum Zusammenschluss. Die gemeinsame Firma beschäftigte 10
000 Mitarbeiter und fuhr mit den 2 600 Bussen über 350 Millionen Km pro
Jahr.
50 Jahre gehörten Greyhound Kanada und Greyhound US zusammen.
1987 wurde die US Gesellschaft verkauft. 1997 wurde die kanadische
Greyhoundfirma von „Laidlaw, Inc.“ gekauft und 1999 auch die Greyhound US.
1990 bestreikte die Gewerkschaft die Firma für 3 Jahre. Unter Chapter 11
erfolgte daraufhin eine Neuorganisation.
Heute ist Greyhound wieder ein
gesundes Unternehmen, mit über 2 600 Buslinien und 18 000 täglichen
Busabfahrten in 48 US-Staaten. Im Jahre 2000 wurden mehr als 19 Millionen
Passagiere gezählt. Die stärkste Route ist von New York nach Atlantic
City mit über 2 000 Passagieren täglich.
Bestell-Nr.: USA154
Bestell-Nr.: USA156
Bestell-Nr.: USA157
Bestell-Nr.: USA50
Auch das hatte
Greyhound zu bieten: die „Greyhound Computer Corp.“
Die Geschichte der
Greyhound Buslinie
1914
Carl Eric Wickman startet
einen Busservice zwischen Hibbing und Alice/Minnesota
1915
Wickman fusioniert mit der
Firma von Ralph Bogan, die einen Busdienst zwischen Hibbing und Duluth bietet.
Die gemeinsame Firma wird „Mesaba Transportation Co.“. 8.000 $ beträgt der
Gewinn im ersten Jahr.
1918
Inzwischen hat die Firma 18
Busse fahren und verdient 40 000 $ im Jahr.
1921
Es werden die ersten
Fernverkehrsbusse der Firma
Fageol gekauft.
Diese Busse werden „Greyhound“ genannt, weil sie grau und schlank aussahen.
1924
Die Firma fusioniert mit der
„Superior-White Lines of Superior“ und nennt sich nun „Northland Transportation
Co.“. Hauptquartier ist Duluth/Minn.
1925
Die „Great Northern Railroad“
kauft 80 % der Aktien für 240 000 $.
1926
Wickman zieht sich aus der
„Northland“ zurück und gründet die „Motor Transit Corp.“ mit 10
Millionen $ Startkapital.
1929
Die „Great Northern Railroad“
verkauft 90 % Ihres Anteil der „Northland“ an die „Motor Transit Corp.“.
Daraufhin ändert die „Northland Transportation Co.“ ihren Namen in
„Northland Greyhound Lines“. Die „Great Northern Railroad“ kauft nun ihrerseits
30 % Anteil an der neuen Firma „Northland Greyhound Lines“.
Die „Motor
Transit Corp.“ ändert ebenfalls ihren Namen und zwar in „Greyhound Corp.“.
Der springende Windhound wird als Firmenlogo benutzt.
In den Zeitungen wird
zum ersten Male eine US-weite Werbekampagne gestartet und die erste
Radiowerbung.
1930
Das Hauptquartier wird nach
Chicago verlegt.
1931
Die Grosse Depression
gefährtet auch die Existenz der Firma. Allein bei GM hat die Firma
Schulden von über 1 Millionen $.
1934
Der Film „It happended one
night“ mit Clark Gable und Claudette Colbert wird gezeigt. Inhalt ist die
Geschichte um einen Greyhound-Bus. Dies steigert das Interesse an Busreisen in
den ganzen USA.
1935
Die Geschäfte gehen gut –
der Gewinn beträgt 8 Millionen $. Um den Aktienpreis niedrig zu halten,
wird der Kurs im Verhältnis 4:1 gesplittet.
Die Busunternehmen werden
nun durch den „Motor Carrier Act“ vom Staat überwacht.
1936
In diesem Jahr gibt es den
ersten Streik in der Unternehmensgeschichte. Die Gewerkschaft fordert eine
Gehaltserhöhung von 40 %. Nach einer Woche Streik werden 7 %
zugestanden.
Ein neuer Bus, der „Super Coach“ wird eingeführt. Er
bietet Platz für 37 Passagiere, hat den Motor hinten und besteht ganz aus
Metall. Besonders um Familienreisende wird geworben.
1939
Zum ersten Male wird die
Grenze von 300 Milionen jährlich gefahrener km überschritten.
1940
Um den Reisekomfort zu
erhöhen gründet das Unternehmen die Restaurantkette „Post House“
In diesem Jahr wird der Typ „Silverside“ vorgestellt, ein Bus, der von einem
gewellten Aluminiumblech umgeben ist. Für 40 Jahre wird dieses Design
beibehalten.
1941
Es werden 80 % der „Western
Canadian Greyhound“ gekauft und 10 % Anteil an der „Motor Coach Industries“,
dem grössten Busbauer in Kanada.
1942
Wie fast jedes grössere
US-Unternehmen, so muss auch Greyhound für den Weltkrieg II Dienste
leisten. So muss es Truppen in den Bussen transportieren. Mehr als 40 % der
männlichen Beschäftigten werden in die Streitkräfte eingezogen.
Greyhound stellt deshalb nun auch Busfahrerinnen ein.
1946
Nach dem Kriegsende kauft
Greyhound für 39 Millionen $ mehr als 1 500 Busse von GM. Alle hatten
Klimaanlage und Dieselantrieb.
Wickman zieht sich nach 32 Jahren aus den
Geschäften zurück.
1950
Es gibt nun 139 „Post House“
Restaurants; mehr als 40 Millionen Gäste werden gezählt.
1954
Eric Wickman, der Gründer
von Greyhound“ stirbt.
Der „Scenicruiser“ wird vorgestellt; ein Bus
für 43 Reisende, mit einem Ruheraum, beträchtlich mehr Platz für
Gepäck. Hiervon werden mehr als 1 000 Stück gebaut.
1956
Eine neue Werbekampagne wird
gestartet: „It´s such a comfort to travel by bus – and leave the driving
to us“
Dies gibt den späteren Slogan: „Go Greyhound – and leave the
driving to us“
1961
In den Südstaaten der USA
gab es immer noch Rassentrennung, auch in den Bussen. Die
Bürgerrechtsbewegung „Freedom Riders“ besetzt „weisse“ Busse um dagegen zu
protestieren. Als Ergebnis wird noch im gleichen Jahr die Rassentrennung in
Bussen aufgehoben.
Greyhound ist inzwischen so gross, dass es eigene Busse
fertigt.
1964
Das 50-jährigr
Jubiläum wird gefeiert.
1968
Der Bus „Super 7“ wird als
Nachfolger des „Scenicruiser“ vorgestellt. Bis 1973 wurden über 1 400
dieser Busse hergestellt.
1971
Die Firmenzentrale wird von
Chicago nach Phoenix in Arizona verlegt.
1972
Inzwischen gibt es soviele
spanisch sprechende Menschen in den USA, so dass Greyhound nun auch Marketing
für diese Gruppe ausführt.
1976
Greyhound transportiert nicht
nur Menschen, sondern auch Gepäck. Hiermit werden zum ersten Male
über 100 Millionen $ umgesetzt.
1981
Die „Interstate Commerce
Commission“ dereguliert den Markt für Busreisen. Die Preise sinken
gewaltig – ein wahrer Kampf um das Überleben findet statt.
1983
Es gibt einen weiteren Streik:
7 Wochen wird gekämpft, weil die Firma das Gehalt der nicht
gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten kürzen will.
1987
Greyhound verkauft die
US-Bussparte. Der Rest wird in der „Greyhound Lines,Inc.“ zusammengefasst und
nach Dallas/Texas verlegt.
Das Busgeschäft wird aber nicht aufgegeben,
sondern neu installiert duch den Kauf der „Trailways, Inc.“ und der „TNM&O
Coaches“.
1990
Das Schicksalsjahr für
Greyhound. Ein 3 Jahre dauernder Streik bricht an.
1993
Der Streik der Busfahrer ist
zu Ende.
1996
Mit der Eisenbahngesellschaft
„Amtrak“ wird ein train-to-bus Service installiert.
1998
Zum ersten Male gibt es wieder
einen Gewinn
1999
Durch Laidlaw, Inc. werden die
vormals getrennten US/kanadischen Greyhoundunternehmen nun endlich
vereinigt.