Chrysler
die Geschichte der Autos
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Ein Überblick
1892
W.Chrysler beginnt eine Lehre bei der Union Pacific in Ellis/Kansas
1908
W.Chrysler wird mit 33 Jahren Top Manager der Chicago Great Western
Railway. Gehalt: 350 $ / Monat. Er kauft sich für 5 000 $ sein erstes
Auto; einen weissen Locomobile Phaeton mit roter Innenausstattung.
1912
W.Chrysler wird Produktionschef der Buick Motor Co. in Flint/Michigan
einer Tocher der
General Motors Co. Er fing dort
mit einem Jahresgehalt von 6 000 $ an. Er schaffte eine Steigerung der
Tagesproduktion von 20 auf 550 Fahrzeuge.
1917
W.Chrysler wird Präsident von Buick und schafft es die Firma zur
profitabelsten Marke bei General Motors zu machen.
1919
W.Chrysler wird zusätzlich noch Vizepräsident von GM und
verantwortlich für die Produktion.
1920
W.Chrysler tritt von seinem Posten bei GM zurück, da er
Meinungsverschiedenheiten mit dem Boss William C. Durant hat.
Aber der Ruf
von Chrysler ist so gut, dass er bei
Willys-Overland eingestellt
wird.
Er bekommt freie Hand für seine Arbeiten und ein unglaubliches
Gehalt: 1 Million $ pro Jahr.
Zusätzlich bringt er die Maxwell Motor
Co. wieder auf Trapp und wird ein Jahr später deren Präsident.
Er
stellt 3 Ingenieure ein, die ein völlig neues Auto entwickeln sollen,
damit Willys-Overland wieder Gewinne macht.
1924
Das neue Auto ist fertig und wird „Chrysler Six“ genannt. Aber es ist
noch nicht im Handel erhältlich. Deshalb darf es Chrysler nicht auf der
New York Car Show zeigen. Er mietet stattdessen die Lobby eines nahen Hotels
für die Vorstellung. Die Presse sieht im Chrysler Six eine wahre
Sensation. Das Auto erreicht 110 km/h bei 68 PS und einem Hubraum von 3.3 L. Es
hat bereits hydrauliche Bremsen an allen Rädern und Stossdämpfer. Das
Auto wird 32.000 Mal verkauft.
1925
Am 6. Juni geht die Maxwell Motor Corp. an die Chrysler Corp.
über.
Am Jahresende gibt es ca. 3.800 Chrysler Händler in den
USA.
Chrysler führt als erster US-Hersteller Schwingungsdämpfer
ein.
1926
Die Chrysler-Modellpalette umfasst 3 Serien, deren Modellname die
jeweilge Höchstgeschwindigkeit angibt: Serie G-70, G-58 und G-80.
Chrysler ist nun auf Platz 5 der US-Hersteller.
1928
Für das untere Preissegment wird der Typ „Plymouth“
eingeführt. Das erste Modell kostete 670 $ und hatte 45 PS und
Hydraulikbremsen an allen Rädern; die Karosse ruhte auf Gummilagern.
Für das mittlere Preissegment wurde die Marke „DeSoto“ gebaut. Nach 14
Monaten sind bereits 100.000 Stück verkauft.
Mit der Dodge Brothers,
Inc. übernimmt Chrysler eine fünfmal so grosse Firma. (Dodge stellte
seit 1914 Autos her und fertigte ab 1916 als erster Hersteller
Ganzstahl-Karossen in Grosserien).
1929
Zusammen mit Ford und GM gehört Chrysler nun zu den Grossen Drei
der Autoproduzenten.
Chrysler baut das „Chrysler Building“ in New York, das
mit 77 Stockwerken das damals höchste Gebäude der Welt war.
Folgende Serien werden hergestellt: Chrysler, Dodge, Imperial, DeSoto, Plymouth
1932
eine revolutionäre Triebwerksaufhängung wird unter dem
Namen „Floating Power“ eingeführt. Dabei wird das Chassis durch eine
Blattfederung unter dem Getriebe und Gummilager von Motorenvibrationen
ferngehalten. Auch der Bremskraftverstärker wird eingeführt und
Rostschutz für die Karosse.
„Oilite“ – heute würde man sagen ein
„denkendes Metall“ – wird eingeführt. Dieses grobporige Metall kann bis zu
30% seines Gewichtes Öl absorbieren und es unter Druck wieder abgeben.
1933
Chrysler gelingt es als einzigen Autoproduzenten trotz
Weltwirtschaftskrise die Verkaufszahlen zu halten.
E s wird Sicherheitsglas
eingeführt, dass zerbröckelt und nicht zersplittert.
1934
es werden die stromlinienförmigen Modelle Chrysler Airflow,
DeSoto Airflow und Imperial Airflow produziert. Der Imperial ist das erste
USA-Auto mit gewölbter Frontscheibe.
1940
Walter P. Chrysler stirbt am 18. August im Alter von 65 Jahren.
Willys-Overland wird mit der
Jeep-Herstellung beauftragt. Wo her kommt der Name „Jeep“?. Die eine
Legende besagt von den Buchstaben „GP“ („General Purpose“), was die generelle
Einsetzbarkeit des Autos bezeichnen soll. Die andere Legende besagt, der Name
kommt von einer Cartoon-Figure „Eugene the Jeep“.
Willys-Overland wird 1963
zur Kaiser-Jeep Corp., die 1970 für 70 Mill. $ an die
American Motors
verkauft wird. 1987 kauft Chrysler die AMC.
1946
Chrysler nimmt die Fahrzeugproduktion mit leicht modifizierten
Vorkriegsmodellen wieder auf.Der „Town&Country“ kommt mit Holzverkleidungen
auf den Markt.
1949
Die ersten neu entwickelten Nachkriegsmodelle kommen auf den
Markt.
Aus Sicherheitsgründen werden die Armaturenbretter
gepolstert.
Zündschloss und Anlasser werden verbunden.
1952
Ebenso wie Daimler mit seiner DASA baut auch Chrysler Raketen:
Jupiterrakete für die US-Army.
Chrysler hat durch den Kauf des
Karosserieherstellers Briggs nun ebenfalls einen eigenen Karosseriemacher.
1954
Die Teststrecke in Chelsea/Mich. wird eingeweiht. Testfahrer stellen
darauf einen neuen 24-Stunden Geschwindigkeitsrekord auf: Durchschnitt 190 km/h
bei einer Fahrstrecke von 2 836 Meilen.
Die preiswerteste Chryslermarke –
Plymouth – wird mit V8-Motoren ausgestattet.
1955
Das „Forward Look“ Styling wird vorgestellt.
Als erster
US-Hersteller bietet Chrysler Transistorradios an.
1958
Auch Chrysler denkt an Globalisierung und kauft Teil des franz. Simca
und vertreibt diese Marke auf dem US-Markt.
Als erster Hesteller bietet
Chrysler eine automatische Geschwindigkeitskontrolle an.
1960
Mit der Einführung des „Valiant“ verkauft Chrysler nun auch
Kompaktautos.
Alle Fahrzeuge werden mit Drehstromgenerator
ausgerüstet.
1961
Die Marke „DeSoto“ wird nach 33 Jahren eingestellt.
Alle Karossen
sind nun selbsttragend.
1970
Chrysler importiert von seinem japanischen Partner (Mitsubishi
Motors) Kleinwagen und LKW und bietet diese unter „Dodge“ und „Plymouth“
an.
Die AMC übernimmt Kaiser-Jeep Corp
1971
Chrysler kauft 50% von Mitsubishi Motors Corp.
1978
Die europäischen Anteile werden an Peugeot-Citroen verkauft.
Die ersten Frontantriebautos „Dodge Omni“ und „Plymouth Horizon“ werden
gebaut.
Der legendäre Lee A. Iacocca wird Präsident.
1980
Chrysler erhält 1.5 Milliarden $ Kredit vom Staat
(Unterzeichnung durch US-Präsident Jimmy Carter).
1981
Chrysler verkauft seinen Geschäftsbereich Verteidigung an
General Dynamics.
1984
Einführung des Dodge Caravan und des Plymouth Voyager als
Minivan. Diese können 7 Personen und viel Gepäck transportieren und
passen in normale Garage.
Chrysler kauft sich mit 15.6% bei Maserati ein
und wird eine Holding aus: Chrysler Motors, Chrysler Financial, Gulfstream
Aerospace und Chrysler Technologies.
1985
Chrysler und Mitsubishi gründen in Normal/Illinois das
Kleinwagenunternehmen „Diamond Star Motors“.
1987
Für 800 Millionen $ wird AMC gekauft und erhält dadurch
auch die Marke „Jeep“. Auch der Export von Autos nach Europa wird wieder
aufgenommen. Neben Meserati besitzt Chrysler nun auch Lamborghini.
1989
Eine Joint-Venture wird mit Steyr-Daimler-Puch gegründet um
Minivas für Europa zu produzieren. Die „Chrysler Technologies“ wird
verkauft.
„New Venture Gear“,die erste Joint-Venture zweier
US-Autounternehmen wird gegründet: Chrysler und GM.
Chrysler
gründet die „Pentastar Transportation Goup“ zur Autovermietung.
Es
wird ein Kostensparprogramm von 1 Milliarde $ umgesetzt.
1992
Robert J. Eaton wird Nachfolger von Iacocca.
In Detroit wird das
Jefferson North Montagewerk für 1.6 Milliarden $ eingeweiht. Hier sollen
Jeep Grand Cherokee gebaut werden.
Der „Dodge Viper“ wird als 2-sitziger
V10-Sportwagen produziert. Es ist das erste Chrysler-Auto, welches von einem
„Platformteam“ entwickelt wurde.
1993
Lamborghini wird an MezaTech Ltd. verkauft.
1994
In Österreich wird mit der Produktion des „Grand Cherokee“
begonnen.
1996
Die neue Firmenzentrale in Auburn Hills/Michigan wird eingeweiht.
1998
Chrysler und
Daimler
fusionieren. Jürgen Schrempp (Chef der Daimler-Benz AG) und Robert Eaton
(Chef von Chrysler) geben am 7.5.1998 die Fusion zum drittgrößten
Autoproduzenten bekannt. Schrempp will die „Welt-AG“ bauen. Am 17.11.1998 wird
die neue „DaimlerChrysler“-Aktie an der Börse gehandelt. Doch eigentlich
gibt es nur Probleme. Im 3.Quartal 2000 macht Chrysler bereits 600 Mio Eurpo
Verlust. Die Notbremse wird gezogen und Dieter Zetsche muß nach Detroit.
Er schließt 6 Chrysler-Werke und entläßt 26.000 Mitarbeiter.
2001 beträgt der Verlust schon 5 Milliarden EURO. Auch die Partnerschaft
mit dem japanischen Autohersteller „Misubishi“ geht völlig daneben. Am
28.7.2005 kündigt Schrempp seinen Rücktritt an. Auch die deutsche
Zentrale erwischt es; ca. 14.000 Stellen werden in Deutschland gestrichen. Am
14.5.2007 verkauft Daimler 80.1% seiner Chrysleranteile an den Finanzinvestor
„Cerberus“. Auch Schrempp`s Vorgänger Edzard Reuter setzte auf die
falschen Pferde und wollte einen „integrierten Technologiekonzern“ bauen.
Hierzu kaufte er 1985 die „MAN“-Anteile vom Triebwerkshersteller „MTU“ und das
Luft- und Raumfahrtunternehmen „Dornier“. Danach kam noch der Elektrokonzern
„AEG“ und „Messerschmitt-Bölkow-Blohm“.
2007
Chrysler und Daimler trennen sich wieder.