Audi: Auto Union, DKW, Horch, Wanderer, NSU
Vorsprung durch Technik
Die Wiege von
Audi liegt in Sachsen. Dort schlossen sich 1932 vier
Autohersteller zusammen – und wählten als Logo die vier Ringe. 1969
schloss sich die NSU aus Neckarsulm an.
Die 4 Wappen der
Auto Union Gründer:
Audi aus Zwickau/Sachsen, DKW aus Zschopau/Sachsen, Horch aus
Zwickau/Sachsen und Wanderer aus Chemnitz/Sachsen.
Wunderschöne
Original Oldtimer stehen auch im Audi-Museum in Zwickau
Bestell-Nr.: DM4
Preisliste
Bestell-Nr.: D331
Preisliste
Die Aktien
eignen sich hervorragend für handelsübliche Bilderrahmen
Die Geschichte von Audi
1885
In Chemnitz eröffneten 1885 Winklhofer und Jaenicke
ein Velozipedhandelsgeschäft. Die Firma wurde am 26.02.1885 ins
Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen baute seine ersten Hochräder
selbst. Das allererste erwarb eine Dame, eine englische Artistin, denn andere
trauten sich in Sachsen nicht das Hochrad zu fahren. Zum Jahresende wurde das
100. Veloziped verkauft und das Produkt erhielt den Namen:
„Wanderer“.
1887
Winklhofer und Jaenicke tauften das Unternehmen
„Chemnitzer Veloziped-Fabrik Winklhofer und Jaenicke“. 90 Tage
später brannte ihre Fabrik ab, doch schon am nächsten Tag hatten sie
neue Räume gefunden.
1888
Hochräder wurden unmodern, „in“ wurden
Niederräder. Das Unternehmen stellte die Produktion um, das nun auch Damen
benutzen konnten.
1890
Neben Fahrrädern wurden nun auch Werkzeugmaschinen
hergestellt, um vom schwankenden Velo-Geschäft loszukommen. Der
Firmennamen war nun „Maschinen- und Fahrräderfabrik Winklhofer und
Jaenicke“.
1899
August Horch (1868 – 1951)gründet am 14.11.1899 in
Köln Ehrenfeld die Firma „A.Horch & Cie“. Das erste Auto war im
März 1901 fertig; Im März 1901 siedelte die Firma nach
Reichenbach/Vogtland um und wurde 1904 eine AG. Daraufhin wurde die Firma nach
Zwickau/Vogtland in Sachsen verlegt und in „A. Horch & Cie. Motorwagenwerke
AG“ umgenannt.
1901
Das erste Horch Auto war fertig; es besass einen 4.5 PS
Motor mit einem zusätzlichen kleinen Kolben um die Schwingungen der
Kurbelwelle zu dämpfen. Das Kurbelgehäuse war aus Leichtmetall.
1902
1902 setzte sich der 42-jährige Winklhofer zur
Ruhe. Die Firma „Maschinen- und Fahrräderfabrik Winklhofer und
Jaenicke“ stellte schon Motorräder produziert. Das erste hatte 1,5
PS. 1903 wurde die Schreibmaschine hergestellt. Sie schrieb sichtbar und hatte
Typenhebel und hatte mehr als 60 Patente. Sein erstes Automobil wurde ebenfalls
von Wanderer entwickelt, besonders aber wurden Schreibmaschinen verkauft. Die
Firma nannte sich nun „Wanderer-Werke, vormals Winklhofer und Jaenicke
AG“. Es folgten weitere Erfindungen: Katzenaugen (Rückstrahler), die erste
Additions- und Substraktionsmaschine und ein Kleinauto, später
Wanderer-Puppchen genannt.
1904
Die Verkaufserfolge waren gut seit der Umsiedlung nach
Reichenbach. Aber das Gelände war zu klein und Geld wurde auch gebraucht.
Also erfolgte der Umzug nach Zwickau und die Gründung der AG.
1906
Das „Sulmobil“, ein 3-rädriges Vehikel mit einem
3.5 PS Motor, wird bei NSU vorgestellt. Das 3-Rad war aber ein Flop. Im
gleichen Jahr wurde deshalb der „Original Neckarsulmer Motorwagen“ mit 10 PS
und 1.3 l produziert.
Die 3 Buchstaben „NSU“ aus dem schwäbischen
Neckarsulm kannte jeder Motorbegeisterte.
1907
Jörgen Skafte Rasmussen gründete in 1904 eine
Firma für Armaturen. Die lief nicht, deshalb kaufte er in
Zschopau/Erzgebirge eine Spinnereifabrik. Während des Weltkrieges I baute
er einen „Dampfkraftwagen“, den er einfach abgekürzt „DKW“ nannte.
1909
In diesem Jahre kam es zum Streit zwischen August Horch
und dem Aufsichtsrat der Horch AG. August verliess das Unternehmen und
gründete die „Horch Automobolwerke GmbH“. Er musste allerdings per
Gerichtsentscheid den Namen ändern. Er übersetzte den Namen Horch
einfach ins Lateinische: Audi. Die „Audiwerke GmbH“ wurden dann am 25.4.1910
gegründet.
Im gleichen Jahr stellte NSU in Los Angeles den
Geschwindigkeitsrekord mit 125 km/h ein.
1913
Das erste Wanderer Auto wurde 1912 hergestellt, hatte
einen 12 PS Vierzylindermotor. In Serie ging das Auto in 1913. Das Auto kam
gross raus in der Operette „Puppchen“:Puppchen, du bist mein Augenstern,
Puppchen, ich hab Dich gar so gern.
1914
Die „Internationale Österreichische Alpenfahrt“ war
das bekannteste Autorennen. Horch auf einen Audi gewann 1911
den ersten Preis. Er gewann alle Preise von 1912 – 1914.
1921
Alle Autos hatten bisher Rechtslenkung, wie auf den
Pferdekutschen. Im September 1921 stellte Audi als erstes
deutsches Unternehmen auf Linkslenkung um. Die Überholvorgänge wurden
dadurch bei Gegenverkehr sicherer.
1922
Die DKW-Werke in Zschopau stellten ab 1922
Motorräder mit 2.25 PS Zweitaktmotor her. Die Motorräder siegten im
Berliner Avus-Rennen und bei der ADAC-Reichsfahrt. Das erste Motorrad hiess
deshalb auch „Reichsfahrt“. DKW wurde der grösste Motorradhersteller der
Welt.
1927
NSU führt als erstes deutsches Unternehmen das
Fließband ein – zuerst bei Motorrädern.
1928
Rassmussen baute 1927 einen leistungsstarken
2-Zylinder-Motorradmotor (600 ccm, 15 PS). Die Karosserie war aus Holz und
selbsttragend. Das Auto hatte Heckantrieb und wurde in Berlin Spandau
gefertigt.
1931
Im August 1928 übernahm Rasmussen die
Aktienmehrheit bei Audi. Die Audiwerke stellten den DKW Kleinwagen mit
Frontantrieb in Zwickau her. Dieser bildete die Basis für den
erfolgreichsten Kleinwagen mit über 250 000 gebauten Stücken bis
1942.
1932
Am 29. Juni 1932 schlossen sich die 4 sächsischen
Autofirmen Audi, DKW, Wanderer und Horch zur „Auto Union AG“ zusammen.
1932
vergab NSU an Ferdinand Porsche den Konstruktionsauftrag für einen neuen
Wagen. Von diesem wurden in Neckarsulm 3 Prototypen hergestellt. Diese trugen
die Bezeichnung NSU-Porsche Typ 32. Er sah dem späteren VW-Käfer
schon sehr ähnlich aus. 1933 erfolgte die erste Probefahrt.
1934
Aber ohne Werbung lief damals auch schon nichts. Der
Bekanntheitsschub kam mit den Erfolgen bei Autorennen. Ferdinand Porsche
entwarf den Rennwagen. Der Motor lag hinter dem Fahrer, dass Auto wurde dadurch
strömungsgünstiger.
Mitte der 30er wurde das NSU Quick das
Volksmotorrad in Deutschland.
1937
Auto Union Rennwagen erreichten auf normalen Strassen
mit 545 PS eine Geschwindigkeit von über 400 km/h. Die Autos waren
Hightech-Produkte, mit Hochleistungsmotoren, aerodynamischer Form,
Leichtbauweise.
1938
Auto Union führte Crashtests ein.
1948
Nach dem verlorenen Weltkrieg II bauten die Russen alles
ab was abzubauen war. Das Unternehmen wurde entschädigungslos enteignet.
Am 17. August 1948 wurde die AG aus dem Handelsregister gelöscht.
In
München versuchte man das Unternehmen erneut auf die Beine zu bringen. Ein
Grundstück wurde gekauft, Fahrräder und Fräsmaschinen
hergestellt. In Köln beteiligte sich die Firma mit 50 Prozent an der
Exakta-Büromaschinen GmbH, die später ganz übernommen wurde.
Nachdem das Fahrradgeschäft nachließ, versuchte man es mit Mopeds,
was zeitweise besser lief.
Zum 01.10.1981 wurden die Weichen für eine
neue Zukunft gestellt. Die gesamten Maschinenbau-Aktivitäten wurden auf
eine neue GmbH übertragen und das Stammkapital auf über 8 Mio. DM
erhöht. Die wesentlichen Vermögensgegenstände im Bereich des
Anlagevermögens verblieben im Besitz der AG. Die GmbH wurde an die UTI
Industries Holding verkauft und Wanderer widmete sich von nun an dem
Immobiliengeschäft. Später hielten die Wanderer-Werke Beteiligungen
in drei Sparten: Mailroom Management, Kraftfahrzeugteile und
Verpackungsmaterialien.
1949
Als neuer Standort wurde das bayrische Ingolstadt
ausgewählt, mit Hilfen des Marshallplans und der bayrischen
Staatsregierung. Am 3.9.1949 wurde die „Auto Union GmbH“ gegründet. Das
erste Fahrzeug war ein kleines, 125 ccm starkes Motorrad und eines
Lieferwagens.
1955
Die NSU-Werke in Neckarsulm bauten 1955 insgesamt
296.836 Motorräder und 45.747 Fahrräder. NSU war die
größte Motorradfabrik der Welt. 1958 wurde die Motorradfertigung
eingestellt.
NSU wurde die Automarke in Deutschland – besonders mit den
Marken „Prinz“.
1958
Durch Friedrich Karl Flick übernahm der Daimler
Konzern am 24.4.1958 die Aktienmehrheit an der Auto Union. Bis Ende 1965. Dann
übernahm VW die Aktienmehrheit.
1963
Der Wankel-Spider war die Sensation der IAA 1963. Im
Heck arbeitete ein Einscheiben-Rotationsscheibenmotor. Gemeinsam mit Felix
Wankel arbeitete NSU seit 1952 an diesem Motorkonzept. Nach der Übernahme
durch VW im Jahre 1965 wurden die Arbeiten mit dem Wankelmotor eingestellt.
1969
Im März schlossen sich die „NSU Motorenwerke“ und
die „Auto Union“ zur „Audi NSU Auto Union GmbH“ zusammen.
Gestartet wurde mit dem Audi 100 LS.
1985
Die Produktion des Ro 80 wurde 1977 eingestellt. Eine
Produktbezeichnung mit dem Namen NSU gab es nun nicht mehr. Deshalb erfolgte
eine Umbenennung in „Audi AG“.
1995 wurde in Neckarsulm
die erste vollverzinkte Autokarosse der Welt gebaut.
1994
Audi baute mit dem A8 das erste Serienmodell der Welt
mit einer kompletten Aluminiumkarosse.
Audi geht es blendend. Allein in Neckarsulm arbeiten
über 13.000 Menschen an Top-Modellen des Unternehmens. Neben den A6, A8
und dem Audi-Quattro kommt nun auch das Modell R8 hinzu, das am 28. September
2006 auf dem Pariser Automobilsalon vorgestellt wurde.
Audi investierte
2006 in Neckarsulm ca. 250 Millionen Euro.
Die Designer und ihre
Produkte:
1 = Audi 80 (1978) von Giorgetto Giugiaro
2 = Audi R8 (2006)
von Walter de Silva
3 = Studie Audi Karmann (1973) von Giorgetto
Giugiaro
4 = Studie Lamborghini (1982) von Giorgetto Giugiaro
5 =
Studie Aufi Nuvolari quattro (2003) von Walter de Silva
6 = Studie VW W12
Roadster (1997) von Giorgetto Giugiaro
7 = Seat Leon (2005) von Walter de
Silva
8 = Golf I (1974) von Giorgetto Giugiaro
9 = Lamborghini Gallardo
(2003) von Walter de Silva
Die
Mitarbeiterzahl im Audi Konzern
2002
2003
2004
2005
Werk Ingolstadt
30.628
31.087
31.150
31.236
31.276
Werk Neckarsulm
13.632
13.641
13.768
13.666
13.425
Audi Ungarn
4.767
4.939
5.146
5.046
5.204
Lamborghini
567
685
726
725
720
Autogerma
695
712
770
836
873
Fahrzeugproduktion nach Modellen
2002
2003
2004
2005
Audi A2
37.578
27.323
19.745
10.026
Audi A3
115.051
151.117
121.904
70.395
69.813
Audi A4
339.562
327.463
313.023
312.930
307.166
Audi quattro
19.998
17.634
14.796
4.295
11.838
Audi A8
10.942
21.748
22.429
21.509
22.468
Audi TT
34.711
32.337
23.605
12.307
23675
Lamborghini
442
1.357
1.678
1.436
2.095
Gesamt Konzern
735.913
761.582
784.972
811.522
926.180
Fahrzeugverkauf nach Ländern
2002
2003
2004
2005
Deutschland
243.493
237.786
235.092
247.125
257.792
USA
79.507
86.421
77.917
83.066
90.116
China
18.106
63.531
64.018
58.878
81.708
Russland
10.050
Frankreich
40.539
37.467
37.676
41.498
45.525
Österreich
15.612
16.933
15.711
17.058
17.103
Japan
11.455
13.137
13.751
15.388
14.976