Marconi Wireless Telegraph

Die drahtlose Nachrichtenübertragung

führte die Entdeckungen von Michael Faraday (Magnetkräfte), James Clerk (Elektromagnetische Theorie) und Heinrich Hertz (Elektromagnetische Wellen) zum kommerziellen Erfolg: der Übertragung von Morsesignalen über grosse Entfernungen ohne Kabel (wireless).

In Bologna, Italien übertrug Marconi den gemorsten Buchstaben „S“ über eine Entfernung von 3 km. Sein Patent der drahtlosen Nachrichtenübertragung reichte er 1896 in London ein. 1897 gründete er die „Wireless Telegraph Trading Signal Co.“ in London. Ein Jahr später baute er die erste Produktionshalle und beschäftigte 50 Mitarbeiter. 1900 nannte er die Firma um in „Marconi Wireless Telegraph Co.“. Gleichzeitig gründete er die „Marconi International Marine Communication Co.“. 1902 baute er im Auftrag der kanadischen Regierung eine Radiostation in Cape Breton/ Nova Scotia.

1909 eröffnete Marconi den ersten drahtlosen Telegraphenverkehr über den Atlantik. Bisher wurden hierfür Seekabel benutzt. Die drahtlose Konkurrenz wurde als so gefährlich angesehen, dass die Marconi-Firma 1929 kurzerhand mit der „Eastern Telegraph Co.“ fusionierte und in der „Imperial and International Kurze History über Am 25. April wird Marconi in Bologna/ Marconi gelingt die erste kabellose Übertragung über eine Entfernung von ca. 2 km Marconi zieht nach London um und reicht dort sein Patent über die drahtlose Telegrafie mit elektromagnetischen Wellen Er gründet die „Wireless Telegraph and Signal Co.“ in England Die Firma wird umbenannt in „Marconi Wireless Telegraph Co.“ Das erste transatlantische Telegraphensignal „S“ wurde am 12. Dezember um 12:30 zwischen Poldhu/Cornwall und Cape Code/Neufundland übertragen. Hierfür wurden 24 Masten mit einer Höhe von 70 m errichtet Am 1. April 1902 ging die Firma an die Börse; Am 28.April 1902 wurde in Holland das erste Radiosignal zwischen Schiffen übertragen; Auch das Militär zeigte nun Interesse an einer drahtlosen Nachrichtenübertragung; ein Test wurde zwischen Chatham and Maidstone durchgeführt.

Die britische Marine arbeitet mit Marconi Ordnung muss sein und der Staat braucht Geld: wer drahtlos telegrafieren wollte musste eine Lizenz der britischen Regierung vorweisen.

Marconi erhält den Nobelpreis für Physik zusammen mit Ferdinand Braun Der britische Mörder Crippen konnte dank Radiotelegrafie vor dem Betreten der USA auf einem Schiff verhaftet werden. Die Jagd auf Dr. Crippen war die erste mit Hilfe von Radiosignalen.

Drahtloses telefonieren war nun auch in lauter Umgebung (Flugzeug) möglich Marconi`s Firma erhielt die Erlaubnis für ein reguläres Radioprogramm – das war der Anfang der BBC Alle Patente von Marconi wurden durch die neu gegründete Firma „Cable and Wireless“ übernommen hier finden Sie Infos über „Cable & Wireless“) Marconi zog sich nach Rom zurück Am 20. Juli starb Marconi „English Electric“ übernimmt die „Marconi Wireless“ und zusätzlich noch 42% an der „Marconi International Die „Wireless Telegraph and Signal Co.“ wechselte oftmals den Namen Marconi`s Wireless Telegraph Co.

Übernahme durch „English Electric“ Umbenennung in „Marconi Co.“ Die „English Electric“ fusionierte mit Marconi Electric Systems Marconi Plc.; die Firma gliedert sich in 5 Geschäftszweige: Marconi COmmunications (Breitband Netzwerk Provider); MArconi Services (Projektmanagement, Training, Montage von Netzwerken); Marconi Mobile (Mobilphones, Sateliten, Radio); Marconi Systems (Daten und Medizinsysteme); Marconi Capital (Finanzierung) Auch die Titanic benutzte Marconi`s Erfindung – deshalb wurden noch 700 Menschen bei deren Untergang Notsignal-Telegraf der Titanic 15. April 1912, 00:15; leider hatten einige Schiffe in der Nähe ihr Radio ausgeschaltet Position 41.46 N brauche Hilfe haben Eisberg gerammt“ Kabellose Telegraphiedienste um die Welt in den 1920ern Die Titanic hatte einen 5 KW-Sender, der reichte am Tage bis 400 km und nachts bis 3.000 km Entfernung. Beim Untergang war das nächste Schiff (Californian) 16 km entfernt, in 93 km Entfernung die Carpathia. Weitere Schiffe waren in der Nähe, hatten aber ihr Radio ausgedreht. Deshalb wurde nach dem Untergang der Titanic für alle Schiffe über 50 Personen vorgeschrieben, die Marconi-Geräte im 24-Stunden Betrieb zu betreiben. Zusätzlich wurde auf der Nordatlantik-Route eine Eisberg-Kontrolle eingerichtet.