Leoni, Leonische Drahtwerke
Legende in Draht
Bestell-Nr.: DM178c
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Grundlage für LEONI waren die „Leonischen Waren“,
Drahtprodukte für kostbare Stickereien und Musiksaiten.
LEONI ist ein weltweit aktiver System- und
Entwicklungslieferant für Draht, Kabel und Bordnetz-Systeme. Neben
Produkten für die Automobilindustrie umfasst das LEONI-Leistungsspektrum
Spezialkabel nach Kundenspezifikation, verkabelte Module, Datenleitungen und
Netzwerk-Komponenten, montagefertige Kabelsysteme uva.
Eine kleine
mittelfränkische Drahtwerkstatt im 16. Jhd war der Grundstein für den
heutigen Global Player LEONI. Im Jahr 1596 begann der Franzose Anthoni Fournier
mit einer Handvoll Mitarbeitern in Nürnberg mit der Herstellung feinster
Gold- und Silberdrähte für kostbare Stickereien, so genannte
Leonische Waren. Seine Söhne betrieben in Nürnberg weitere
Fertigungsstätten. Aus diesen Anfängen ging 1917 die Leonische Werke
Roth-Nürnberg AG hervor, die heutige LEONI AG.
Im Zuge des industriellen Aufschwungs
entstand im 19. Jahrhundert eine blühende leonische Industrie im
mittelfränkischen Raum. Mit dem Aufkommen der Elektrotechnik kündigte
sich um 1900 ein neuer Produktschwerpunkt an – die Herstellung von Stromkabeln.
1569
Anthoni Fournier gründete
in Nürnberg eine Firma zur Herstellung „Leonischer Waren“.
Der Name
„Leonische Waren“ wird sowohl von der spanischen Stadt Leon abgeleitet, in der
solche Waren erstmals gefertigt worden sein sollen, als auch von der
französischen Stadt Lyon.
„Lyonische Waren“ (auch „Leonisches Gold“
genannt) ist eine Bezeichnung für aus unedlem Metall hergestellte
vergoldete oder versilberte Metallfäden, sowie für Garnfäden,
die mit dünnen (vergoldeten) Silber- oder Kupferdrähten umwickelt
(umsponnen) sind.
1621
Die Söhne von Fournier eröffneten
in Roth/Nürnberg weitere Fabriken. Daraus entstanden:
– Stieber &
Sohn in Nürnberg
– Stieber in Roth
– Vereinigte Leonische Fabriken
in Nürnberg
1917
Die drei obigen Firmen schliessen sich
zusammen unter „Leonische Werke Roth-Nürnberg“
1920
nach dem Weltkrieg I hatte die Firma mit
massiven Exportblockaden zu kämpfen. Außerdem waren die „Leonischen
Waren“ – feinste Gold- und Silbergespinste – kaum noch gefragt. Die Produktion
wurde deshalb auf Kupferlitzen für die Elektroindustrie umgestellt. In der
Automobiltechnik wurden die Karbidlampen durch elektrische Leuchten ersetzt.
Leoni fand in den hierfür erforderlichen elektrischen Leitungen ein neues
Standbein.
1923
Leoni geht an die Börse
1930
Leoni liefert für die großen
deutschen Autohersteller die elektrischen Leitungen. Diese waren verzinnte
Kupferleitungen, mit Gummi isoliert und mit Zellwolle umflochten. Zum Schutz
gegen Feuchtigkeit, Öl und Benzin erhielten die Leitungen einen
Lacküberzug.
Diese Produkte erhielten den namen „Leondra( von
Leonische Drahtwerke).
1931
Der Firmenname wird geändert in
„Leonische Drahtwerke AG“.
Es werden nicht nur Drähte hergestellt,
sondern auch gummiisolierte Leitungen
1943
Nach dem der Kautschukimport zum Stillstand
kam, wurden statt gummi- nun PVC-isolierte Leitungen produziert.
1948
Nach dem Weltkrieg II stieg die Firma in die
Produktion von Steckerleitungen ein
1956
Beginn der Kabelsatzfertigung
1967
In Kitzingen wird ein neues Werk zur
Kabelsatzfertigung gebaut
1969
Bau des Werks Kötzting
(Lackdrahtfertigung)
1970
Durch den zunehmenden Komfort der Autos,
wurden auch die elektrischen Leitungen zusehends länger und mehr und
komplizierter. Porsche verlangte deshalb die Leitungen so dünn und leicht
wie möglich zu machen. Der Litzenleiter wurde optimiert und die
Isolierstärke reduziert.
Diese neuen Leitungen wurden unter der
Bezeichnung „FLRY“ deutscher Standard.
1977
Gründung der Tochtergesellschaft
Câbleries de Sousse, Tunesien (Kabelsatzfertigung)
1978
Gründung der LEONI
Vertriebsgesellschaft in Frankreich
1981
Durch den Niedergang Grundigs,
werden dessen Werke in Nürnberg übernommen
1983
Gründung der LEONI
Vertriebsgesellschaft in Großbritannien
1985
Gründung der Tochtergesellschaft
Câblerie du Centre Tunesien (Kabelsatzfertigung), sowie L.D. Intercon,
Irland (Kabelkonfektion – später LEONI Ireland).
1989
Die „Westfälische Kupfer-
und Messingwerke AG“ (WKM) aus Lüdenscheid wird gekauft.
Die WKM
wurden am 6. April 1898 gegründet – die Messingdrahtfertigung wurde 1980
eingestellt.
Stattdessen wird daraus eine Grundstücksgesellschaft
gemacht. Die gesamte Produktionsstätte wird an die Leonische verkauft. Die
wiederum verkauft ihre gesamten Anteile an der WKM 1993.
1990
Die Autokonjunktur ließ
stark nach. Leoni mußte deshalb im Ausland produzieren um die Preise
senken zu können. Die ursprünglichen Standorte Kitzingen und
Neuburg/Donau wurden deshalb ins Ausland verlagert und haben heute nur noch
Steuerungsfunktion.
Gründung der LEONI Tochtergesellschaft in
Chicopee, USA (Draht- und Litzenfertigung, Vertrieb).
1991
Übernahme der aurnhammer +
benedict GmbH & Co. KG, Weißenburg (Draht- und Litzenfertigung) und
Gründung der LEONI Kabelsatz-Produktion in Portugal.
1992
Gründung von LEONI
Hungaria, Eger (Kabelsatzfertigung) und LEONI Slowakia, Nova Dubnica
(Kabelkonfektion).
1993
Gründung von LEONI
Hungaria, Eger (Kabelsatzfertigung) und LEONI Slowakia, Nova Dubnica
(Kabelkonfektion).
1994
Gründung der LEONI Cable
Assemblies, Logansport (heute in Tucson), USA, (Kabelkonfektion).
1995
Bisher wurden die
Kabelsätze nach den Angaben der Hersteller produziert, nun entwickelte
Leoni die Bordnetze für die Autos selbst.
1999
Schaffung einer
Holding-Struktur: Die Leonische Drahtwerke AG firmiert um in LEONI
AG und wird Holding. Das operative Geschäft wird aufgegliedert in die
drei Gesellschaften:
– LEONI Draht GmbH & Co. KG
– LEONI Kabel GmbH
& Co. KG
– LEONI Bordnetz-Systeme GmbH & Co. KG
2000
Die LEONI Kabel GmbH &
Co. KG übernimmt 51% der Geschäftsanteile an der „Protec Kabel
Produktion GmbH“, Schmalkalden. Außerdem übernimmt sie die „Protec
Kabel GmbH“, Bretzfeld. Protec stellt einbaufertige Spezialkabel-Pakete her,
zum Beispiel für Industrieroboter.
2001
Die LEONI Bordnetz-Systeme
GmbH & Co. KG wird von der „Porsche AG“ als bester Lieferant des Jahres
ausgezeichnet.
2002
Die LEONI AG, bislang im
SDAX börsennotiert, steigt in den MDAX auf.
In China werden zwei neue
LEONI-Werke eingeweiht: der Spezialkabel-Standort LEONI Special Cables
(Changzhou) Co. Ltd. und das Draht- und Litzenwerk LEONI Wire
(Changzhou) Co. Ltd.
Im neu errichteten slowakischen
Standort in Ilava startet auf rund 18.000 m2 die Serienproduktion von
Kundenspezifischen Kabelsätzen für den neuen 3er BMW
LEONI übernimmt
sämtliche Anteile des Stolberger Datenleitungs- und
Spezialkabelherstellers „KERPEN“ und wird damit zum führenden deutschen
Anbieter von Kabeln und Verkabelungssystemen für die Datenübertragung
Als weltweit bester
Bordnetz-Partner erhält LEONI vom Automobilhersteller „General
Motors“ bereits zum vierten Mal den Titel „Supplier of the year“.
Mit der LEONI HighTemp Solutions schafft LEONI einen neuen
Standort in Nordrhein-Westfalen für die Fertigung speziell isolierter
Leitungen, die im Wachstumsmarkt Hochtemperaturkabel zum Einsatz kommen.
Geschäftsdaten
Bordnetz-Systeme
Segment-Kabel
Segment-Draht
Umsatz (Mio €)
558
680
879
954
441
468
689
1.154
81
99
Mitarbeiter
16.042
24.488
25.729
27.199
4.087
4.621
6.756
7.767
766
710
Investitionen
(Mio €)
66,6
60,4
40,5
33,1
25,7
30,2
21,7
47
3,5
3,4
Segmentinformationen nach Regionen (Mio €)
Deutschland
Europäische
Union
Übriges
Ausland
Draht
19
25
27
33
35
41
Kabel
161
162
299
475
127
112
213
371
154
195
146
Bordnetze
326
338
397
389
162
258
291
303
97
84
194
256
Kennzahlen
Aktienanzahl
(Mio Stk.)
29,7
Eigenkapital
(Mio €)
29,7
Gewinn
(Mio €)
28
56
79
(Mrd €)
1,247
1,548
2,108
Mitarbeiter
29.957
32.638
35.129