Villeroy & Boch

Ein Leben in Schönheit

Im Jahre 1998 feierte das Unternehmen einen denkwürdigen Geburtstag: 250 Jahre! Damit dürfte Villeroy & Boch eines der ältesten deutschen und europäischen Unternehmen sein. Die Geburtsstunde liegt noch vor dem Beginn der Industrialisierung in Europa.

Seit 1987 ist die Firma eine AG und seit 1990 werden die Aktien auch öffentlich gehandelt. Der Firmenumsatz im Jahre 2002 betrug ca. 1 Milliarde Euro. 21 Produktionsstandorte sind in über 12 europäischen Ländern verteilt und ca. 10000 Mitarbeiter erschaffen alles.

Einige Daten über Villeroy & Boch:

1748
Der Eisengießer Francois Boch stellt einfaches Geschirr in Audun-le-Tiche/Lothringen her.

1767
Die Geschäfte gehen gut, so dass in Septfontaines/Luxemburg mit der Serienproduktion begonnen wird.

1770
Das „Brindille“-Dekor wird eingeführt. Es wird als „Alt-Luxemburg“ bekannt.

1791
Der Kaufmann Nicolas Villeroy gründet in Wallerfangen/Saar eine Steingutfabrik. Das Geschirr wird mit Kupferstichen bedruckt. Dadurch kann es in Serie hergestellt werden.

1809
Boch kauft die Benediktinerabtei in Mettlach/Saar und baut darin eine Geschirrfabrikation auf. Die Abtei ist heute Firmensitz.

1829
Boch stellt in Mettlach ein weißes, dem Porzellan ähnliches Steingut her. Ein Supererfolg – und er hat das Monopol.

1836
Die beiden Firmen Boch und Villeroy fusionieren und schließen ihre drei Werke zusammen.

1843
Kristallglas wird in die Produktpalette aufgenommen.

1846
Ein neues Verfahren zur Fliesenherstellung wird eingeführt: die Trockenpressung.

1850
Das hochwertige Porzellan „Bone China“ und das marmoratige Steingut „Parian“ werden entwickelt. Der mehrfarbige Dekordruck öffnet alle Märkte.

1852
Die „Mettlacher Platten“ sind neuentwickelte schöne und gleichzeitig strapazierfähige Bodenfliesen – ein Welterfolg. In Mettlach wird eine Firma nur zur Fliesenherstellung gebaut.

1899
Die Massenproduktion von Sanitärkeramik beginnt. Damit werden WC, Spülbecken und Badewanne auch für andere Bevölkerungsschichten erschwinglich.

1920
Frankreich besetzt das Saargebiet. Die Villeroy-Waren dürfen nicht mehr nach Rest-Deutschland geliefert werden. Deshalb werden Fabriken in Bonn und Breslau erworben.

1945
Amerikanische und englische Bomber zerstören die Villeroy & Boch Werke. Die im Osten gelegenen Fabriken werden von den Russen enteignet und die saarländischen Werke reisst sich Frankreich unter den Nagel.

1975
Luigi Colani bringt frischen Wind in das Badezimmer. Seine Ideen begründen eine neue Designphase.

1982
Das Unternehmen wird umgestaltet. Es gibt nun drei Unternehmensbereiche: Fliesen, Sanitär und Geschirr.

1986
Das Unternehmen wird eine AG, das Kapital bleibt aber im Familienbesitz. Erst 1990 erfolgt der Börsengang.

Zeugen der Villeroy und Boch – Erfolgsgeschichte sind auch heute noch vielfach zu betrachten: Dank der Qualität der hochwertigen Fliesen findet man immer noch Originale: z.B. im Kölner Dom wie im Holland-Tunnel, der die Insel Manhattan mit dem Festland von New Jersey verbindet. Auch auf der Titanic lagen Fliesen von Villeroy und Boch den adeligen Passagieren zu Füßen.

In vielen Haushalten legt man Wert auf formschöne Sanitärkeramik, beispielweise auch von Villeroy und Boch, inzwischen gepaart mit abgestimmten Accessoires und Badmöbeln. Und bei der Tischkultur ist Lifestyle genauso angesagt mit hochwertigem Geschirr – sowohl mit althergebrachten Motiven als auch modernen Porzellan- und Keramik-Produkten.

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